20.04.
Auf dem Formular dieser Website ist das Datum seit jeher mit dem 20.02. voreingestellt. Heute brauchte ich daran lediglich eine Ziffer zu ändern.
In der Zeitung erscheint seit längerem mal wieder ein Text von Konrad, der mich mitnimmt: „Ausharren in der Todeszone“. Er schreibt — nein, nicht schwelgerisch, auch nicht schwach, von eben jener Todeszone, einem Man Made Death Valley jenseits der Temperaturen zwischen Ukraine und Russland, über dem die Drohnen regieren.
Menschen, also Soldaten in dem Fall, haben dort nichts mehr zu melden, vor allem kaum noch etwas zu tun. Der Text stellt die Frage, wozu menschliche Soldaten in einem menschlichen Konflikt noch beitragen können. Wie Konrad es beschreibt sind sie lediglich Platzhalter, Bauern, weil Drohnen bei Nebel keine optischen Daten erfassen können.
So, wie er es beschreibt, ist der Mensch dort, in dieser Todeszone, zu einem Füllmaterial eines Krieges geworden, der auf der Zweiten Ebene von Drohnen ausgeführt wird, die dort surrenderweise einen Gebietsanspruch durchsetzen.
Ein Morgen, in dem sämtliche Grenzen, sogar zwischenmenschliche, von autonom agierenden Automaten überwacht werden, denen Menschen lediglich noch zuarbeiten, scheint mir jetzt greifbar.