Ich beschäftige mich mit vielerlei Dingen.
Wie Cyprien Gaillard einmal sehr schön festgestellt hat: «Art seemed to me like a shelter for all my activities». Mit dieser Seite gewähre ich Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, einen ausführlichen Überblick zu meinen
Neigungen und Tätigkeiten.
TAGEBUCH
2026:
PABLO
Seit dem 1. Januar 2016 führe ich ein öffentliches Tagebuch, das in jedem Jahr unter einem neuen Titel erscheint. In diesem Jahr lautet das Motto «Pablo». Tagebucheinträge aus den vorangegangenen Jahren 2021 bis 2025 einschließlich sind hier auf der Seite archiviert; die aus den früheren finden sich bei waahr.de
21.06.
An meinem letzten Tag hier vor Ort kam die Katze zu mir zurück. Seit meinem Umzug ins Hauptgebäude hatten wir uns nur noch zweimal gesehen. Auch nur von weitem jeweils. Wie Freunde, die sich auseinandergelebt hatten.
Nun haben wir schon den halben Tag gemeinsam verbracht. Die Arbeit ging mir vielleicht auch ihrer Anwesenheit wegen so gut von der sogenannten Hand. Wie zuvor? Als ob nichts geschehen wäre? Wie eh und je? Selbst hier noch gibt es Entscheidungen zu treffen. Wie Jakob einst meinte, hält er den schreibenden Beruf für den anstrengendsten, weil man andauernd, bei jedem Wort im Grunde, Entscheidungen treffen muss.
Die Anwesenheit eines Tieres, nicht jeden, ist für mich eine Brücke. Wie die Essstäbchen in der japanischen Kultur als Brücke betrachtet werden zwischen dem Mensch und der Welt seines Essens. Ich habe das in einem Reel von Justus Geilhufe erkannt, in dem er seine brütenden Hühner besucht hat. Man öffnet eine Tür in seiner Lebenswelt und dahinter findet sich ein anderer Aspekt des Lebens selbst. Das Leben der Tiere ist anders, es ist roher auch, unbarmherziger. Aber wir schöpfen alle aus der selben Quelle.
Die andere Welt, die manche mit Hilfe anderer Mittler aufsuchen wollen, tut sich für mich mitten in meinem Raum auf durch das Tier. Es kommt zu mir. Ich bin mir sicher, ich glaube daran, dass die Katze es spüren konnte, dass ich morgen früh weg sein würde.
BÜCHER
Seit 1998 bin ich freier Schriftsteller. Ich beschäftige mich mit autobiografischem Schreiben. Meine erste literarische Veröffentlichung war die Erzählung «Contrazoom», erschienen im Sammelband Mesopotamia, den Christian Kracht herausgegeben hat. Ende Februar erscheint Wachs und Gold bei Matthes & Seitz.
JOURNALISMUS
Neben einer veritablen Flut an Texten für Zeitungen und Zeitschriften, die in den vergangenen Jahren natürlich stark eingedämmt wurde, habe ich ab und an auch in Redaktionen sogenannte Positionen bekleidet. So war ich als Chefredakteur der Zeitschrift Quest bestellt, habe das Stil-Ressort bei der Welt am Sonntag geleitet, war als Korrespondent für Monocle in Äthiopien stationiert, war «Editor at Large» bei der franco-russischen Frauenzeitschrift L’Officiel und «Executive Editor» bei der russisch-deutschen Ausgabe von Andy Warhols Interview. Temps passé… und Zeit essen Texte auf. Eine Auswahl geglückter Texte finden Sie auf waahr.de. Interviews in englischer Sprache bei 032.com.
LITERARISCHER JOURNALISMUS
2013 habe ich mit Anne Waak und Ingo Niermann waahr.de gegründet. Ein Archiv für literarischen Journalismus. Schöne und erhaltenswerte Texte aus der jüngsten Vergangenheit, aus dem zwanzigsten Jahrhundert und sogar aus noch früheren Jahren vor der Erfindung der Paywall werden dort in Ehren gehalten und den am Lesen interessierten zugänglich gemacht. Für immer! Vermutlich
ÜBERSETZUNG

BERATUNG
Durch meine jahrzehntelange Erfahrung im Ausbrüten längerer Gedankenspiele bin ich zum fruchtbaren Quell für Ideen aller Art gereift. Ratsuchende oder schlicht überforderte Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch Privatpersonen mit Sendungsbewusstsein lassen sich von mir mit angenehmen Formen für ihre Inhalte versorgen. Ich habe gute Erfahrungen mit sogenanntem Ghostwriting gemacht — sowohl in Buchform, aber auch für Reden oder Beiträgen in Zeitschriften —, kann mir aber auch Ihren Ton anverwandeln, um beispielsweise Ihre Newsletter zu verfassen. Referenzen auf Anfrage.
KONTAKT
email: joachim.bessing@me.com
Design: Middlecott
Programmierung: Husain Salah
Made in Detroit, MI, U.S.A.















