Ich beschäftige mich mit vielerlei Dingen.
Wie Cyprien Gaillard einmal sehr schön festgestellt hat: «Art seemed to me like a shelter for all my activities». Mit dieser Seite gewähre ich Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, einen ausführlichen Überblick zu meinen
Neigungen und Tätigkeiten.
TAGEBUCH
2026:
PABLO
Seit dem 1. Januar 2016 führe ich ein öffentliches Tagebuch, das in jedem Jahr unter einem neuen Titel erscheint. In diesem Jahr lautet das Motto «Pablo». Tagebucheinträge aus den vorangegangenen Jahren 2021 bis 2025 einschließlich sind hier auf der Seite archiviert; die aus den früheren finden sich bei waahr.de
06.02.
Seit dem vergangenen Jahr verwende ich eine fortschrittliche Wettervorhersageapp. Das Abonnement ist kostenpflichtig. Die Investition lohnt sich für mich. Als vorgestern ein nächtlicher Eisregen angekündigt wurde, war ich auf dieses Ereignis gespannt.
Auf die Stunde pünktlich wurde ich von dem spezifischen Geräusch geweckt, das dem Eisregen dieser Güte wohl eigen ist. Zuvor hatte ich es noch nie wahrgenommen. Durch den Hinweis der App auf das Außergewöhnliche eingestimmt, konnte es mir nicht unterlaufen.
Seitdem zeigt sich im Stadtbild eine zunehmend malerische, mich an winterliche Aufenthalte in New York erinnernde Situation aus haufenweise in Beige verfärbten Schneedeckenresten, die durch wiederholte Prozesse des Angetautwerdens und Wiedergefrierens zu einer Konsistenz von feinkörnigem Slush Ice verarbeitet wurden.
Das Knirschen ist schön und hat, wäre man jetzt Geräuschesammler, ebenfalls eine seltene Charakteristik, die ich mir einzuprägen vorgenommen habe…
In den Erinnerungen an New York kommt vor allem auch ein veritabler Platzregen während eines Aufenthaltes im Februar zur Geltung, der mich, wie so seine Art sein soll, überraschte, während ich unpassend gekleidet und auch sonst ohne Schutz, meilenweit von meinem Heim auf Zeit in den Straßen abseits des Broadways unterwegs gewesen war.
Regen ist Regen, aber dort war das Merkwürdige, dass, wie es mir heute scheint, binnen Augenblicken an den Kreuzungen Händler aufgetaucht waren, die für fünf Dollar Regenschirme zum Kauf anboten. Eingebrannt hat sich mir ihr monotoner Singsang, den ich bis heute noch hören kann, wenn ich den Regenschirmverkäufern von Chelsea und Midtown gedenke: Umbrellaumbrellaumbrellaunbrella…
Inspiration für Prince Of Peace von Pharoah Sanders, dessen grandiose „Promises“ ich vorgestern abends von der besten Anlage Berlins zu Ohren geführt bekam?
Woher die Regenschirmverkäufer so rasch gekommen waren, tatsächlich wie Pilze aus dem Boden, weiß freilich kein Mensch.
BÜCHER
Seit 1998 bin ich freier Schriftsteller. Ich beschäftige mich mit autobiografischem Schreiben. Meine erste literarische Veröffentlichung war die Erzählung «Contrazoom», erschienen im Sammelband Mesopotamia, den Christian Kracht herausgegeben hat. Ende Februar erscheint Wachs und Gold bei Matthes & Seitz.
JOURNALISMUS
Neben einer veritablen Flut an Texten für Zeitungen und Zeitschriften, die in den vergangenen Jahren natürlich stark eingedämmt wurde, habe ich ab und an auch in Redaktionen sogenannte Positionen bekleidet. So war ich als Chefredakteur der Zeitschrift Quest bestellt, habe das Stil-Ressort bei der Welt am Sonntag geleitet, war als Korrespondent für Monocle in Äthiopien stationiert, war «Editor at Large» bei der franco-russischen Frauenzeitschrift L’Officiel und «Executive Editor» bei der russisch-deutschen Ausgabe von Andy Warhols Interview. Temps passé… und Zeit essen Texte auf. Eine Auswahl geglückter Texte finden Sie auf waahr.de. Interviews in englischer Sprache bei 032.com.
LITERARISCHER JOURNALISMUS
2013 habe ich mit Anne Waak und Ingo Niermann waahr.de gegründet. Ein Archiv für literarischen Journalismus. Schöne und erhaltenswerte Texte aus der jüngsten Vergangenheit, aus dem zwanzigsten Jahrhundert und sogar aus noch früheren Jahren vor der Erfindung der Paywall werden dort in Ehren gehalten und den am Lesen interessierten zugänglich gemacht. Für immer! Vermutlich
ÜBERSETZUNG

BERATUNG
Durch meine jahrzehntelange Erfahrung im Ausbrüten längerer Gedankenspiele bin ich zum fruchtbaren Quell für Ideen aller Art gereift. Ratsuchende oder schlicht überforderte Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch Privatpersonen mit Sendungsbewusstsein lassen sich von mir mit angenehmen Formen für ihre Inhalte versorgen. Ich habe gute Erfahrungen mit sogenanntem Ghostwriting gemacht — sowohl in Buchform, aber auch für Reden oder Beiträgen in Zeitschriften —, kann mir aber auch Ihren Ton anverwandeln, um beispielsweise Ihre Newsletter zu verfassen. Referenzen auf Anfrage.
KONTAKT
email: joachim.bessing@me.com
Design: Middlecott
Programmierung: Husain Salah
Made in Detroit, MI, U.S.A.















