Ich beschäftige mich mit vielerlei Dingen.
Wie Cyprien Gaillard einmal sehr schön festgestellt hat: «Art seemed to me like a shelter for all my activities». Mit dieser Seite gewähre ich Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, einen ausführlichen Überblick zu meinen
Neigungen und Tätigkeiten.
TAGEBUCH
2026:
PABLO
Seit dem 1. Januar 2016 führe ich ein öffentliches Tagebuch, das in jedem Jahr unter einem neuen Titel erscheint. In diesem Jahr lautet das Motto «Pablo». Tagebucheinträge aus den vorangegangenen Jahren 2021 bis 2025 einschließlich sind hier auf der Seite archiviert; die aus den früheren finden sich bei waahr.de
01.11.
Aufgrund von nicht etwa Trennscheibe, sondern eines strategischen Fehlers wegen, Stichwort Shopping-Strategie, sitze ich heute ohne Eier da. Und das an Allerheiligen!
In Deutschland darf man generell an Sonntagen nichts verkaufen, nicht einmal Eier. Wer hierzulande sein Haus nicht zur rechten Zeit bestellt, hat keine im selben. Ein Sonntag ohne Ei ist für mich nur schwer vorstellbar. Selbstverständlich gibt es in der sogenannten Hauptstadt mittlerweile auch kein einziges Kaffeehaus mehr, in dem ich mir jetzt eine Eierspeise bestellen könnte.
Von Rühmi habe ich gelernt, dass man die Namen im Tagebuch abkürzen sollte, um die Wichtigkeit des TaBus hochzujazzen. Neulich also saß ich mit B.A. im Lieblingschinesen von Jens Spahn und wir unterhielten uns über Deutschland. Es ist ja alles Unterhaltung mittlerweile, selbst die politische Klage. Wir wurden uns nicht nur in diesem Sinne rasch einig, dass das Ladenöffnungsverbot, oder wie es immer auch heißen mag, korrekterweise, fallen muss.
In dem Zusammenhang fand ich (JB) es interessant, dass unser Bus beim Grenzübertritt von Tschechien nach Deutschland in ein gleißend bestrahltes Zelt gefahren werden musste, wo der Inhalt dieses Gefährts aus fremden Landen akribisch von Bundespolizisten durchsucht wurde. Übrigens auch weit jenseits der gewohnten ID-Kontrolle.
Mein Nebensitzer, ein im Mixed-Martial-Arts-Segment des Global Entertainments aktiver Mann, wurde geradezu zäh befragt, wie lange er im Land hinter dem gleißenden Zelt, das wie ein Kokon leuchtete in der tschechischen Nacht, zu bleiben beabsichtigte.
Die befragende Person, ein junger Mann, der ausschaute wie ein Spieler von FC Bayern in Uniform und auch vergleichbare Englischkenntnisse in Anschlag bringen konnte, ließ dabei nicht locker „What for sport?“. Doch der Befragte, auch innerlich ein Koloss, behielt seine Ruhe. Schließlich durfte er dann, es durften wir alle, Einlass finden in das gelobte Land.
BÜCHER
Seit 1998 bin ich freier Schriftsteller. Ich beschäftige mich mit autobiografischem Schreiben. Meine erste literarische Veröffentlichung war die Erzählung «Contrazoom», erschienen im Sammelband Mesopotamia, den Christian Kracht herausgegeben hat. Ende Februar erscheint Wachs und Gold bei Matthes & Seitz.
JOURNALISMUS
Neben einer veritablen Flut an Texten für Zeitungen und Zeitschriften, die in den vergangenen Jahren natürlich stark eingedämmt wurde, habe ich ab und an auch in Redaktionen sogenannte Positionen bekleidet. So war ich als Chefredakteur der Zeitschrift Quest bestellt, habe das Stil-Ressort bei der Welt am Sonntag geleitet, war als Korrespondent für Monocle in Äthiopien stationiert, war «Editor at Large» bei der franco-russischen Frauenzeitschrift L’Officiel und «Executive Editor» bei der russisch-deutschen Ausgabe von Andy Warhols Interview. Temps passé… und Zeit essen Texte auf. Eine Auswahl geglückter Texte finden Sie auf waahr.de. Interviews in englischer Sprache bei 032.com.
LITERARISCHER JOURNALISMUS
2013 habe ich mit Anne Waak und Ingo Niermann waahr.de gegründet. Ein Archiv für literarischen Journalismus. Schöne und erhaltenswerte Texte aus der jüngsten Vergangenheit, aus dem zwanzigsten Jahrhundert und sogar aus noch früheren Jahren vor der Erfindung der Paywall werden dort in Ehren gehalten und den am Lesen interessierten zugänglich gemacht. Für immer! Vermutlich
ÜBERSETZUNG

BERATUNG
Durch meine jahrzehntelange Erfahrung im Ausbrüten längerer Gedankenspiele bin ich zum fruchtbaren Quell für Ideen aller Art gereift. Ratsuchende oder schlicht überforderte Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch Privatpersonen mit Sendungsbewusstsein lassen sich von mir mit angenehmen Formen für ihre Inhalte versorgen. Ich habe gute Erfahrungen mit sogenanntem Ghostwriting gemacht — sowohl in Buchform, aber auch für Reden oder Beiträgen in Zeitschriften —, kann mir aber auch Ihren Ton anverwandeln, um beispielsweise Ihre Newsletter zu verfassen. Referenzen auf Anfrage.
KONTAKT
email: joachim.bessing@me.com
Design: Middlecott
Programmierung: Husain Salah
Made in Detroit, MI, U.S.A.















