Ich beschäftige mich mit vielerlei Dingen.
Wie Cyprien Gaillard einmal sehr schön festgestellt hat: «Art seemed to me like a shelter for all my activities». Mit dieser Seite gewähre ich Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, einen ausführlichen Überblick zu meinen
Neigungen und Tätigkeiten.
TAGEBUCH
2026:
PABLO
Seit dem 1. Januar 2016 führe ich ein öffentliches Tagebuch, das in jedem Jahr unter einem neuen Titel erscheint. In diesem Jahr lautet das Motto «Pablo». Tagebucheinträge aus den vorangegangenen Jahren 2021 bis 2025 einschließlich sind hier auf der Seite archiviert; die aus den früheren finden sich bei waahr.de
14.06.
Auf dem Weg zum Supermarkt ging mir auf dem ersten Abschnitt, der an der Friedhofsmauer vorüber, am Weingarten und dem darauf folgenden Waldrand entlang führt, ein Mensch voran. Das war mir zuvor noch nie vorgekommen. Auch im vergangenen Jahr nie. Und ich bemerkte, obwohl so unheimlich viel Raum um uns beide herum war, dass er mich störte.
Warum aber, dachte ich später darüber nach, störte mich ein Mensch aber keines der vielen Tiere, die mir hier andauernd begegneten. Von Großen bis kleinen, stehenden, krabbelnden, fliegenden bishin zu den schleimenden?
Womöglich weil ich bei aller Liebe kaum etwas weiß von ihnen und gar nichts von ihrer Welt. Heidegger stritt sogar ab, dass es eine Welt der Tiere gibt und sprach von ihrer Weltarmut. Relativ zu seiner Weltlosigkeit eines Steins.
Heute früh wurde ich zu einer Stätte der Grausamkeit gerufen. In der Nacht, in der es heftig geregnet hatte, muss sich ein Raubtier in das Wurfhaus der Katze geschlichen haben. Von vieren hatte sie jetzt nur noch drei Kitten übrig. Das vierte wurde zum Opfer des nächtlichen Raubüberfalls. Da das Haus aus massivem Holz gefertigt wurde, konnten wir es zu zweit unmöglich in den Innenhof tragen, wo die schwere Pforte eine Wiederholungstat zu verhindern helfen könnte. Wir beschlossen, die Katze mit ihren Kitten in den Gewölbekeller umzuziehen, wo wir ihnen in einem selten benutzten Waschraum ein neues Heim einrichten könnten. Anfänglich weigerte sich die Katze jedoch, ihr angestammtes Haus aufzugeben. Erst mit Schinkenstücken ließ sie sich nach der Methode Hänsel und Gretel über den Innenhof in den Keller hinunter locken.
Die Kitten noch nicht einmal drei Wochen alt. Ihre Augen noch blau und ein wenig trübe, aber das Fell ist mit Zeichnung voll da. Von ihnen kein Laut. Womöglich auch keine Erinnerung an den nächtlichen Zwischenfall. Keine Katastrophe. Keine Erinnerung an das fehlende Geschwister.
Soweit mein Einblick in die kätzische Welt.
BÜCHER
Seit 1998 bin ich freier Schriftsteller. Ich beschäftige mich mit autobiografischem Schreiben. Meine erste literarische Veröffentlichung war die Erzählung «Contrazoom», erschienen im Sammelband Mesopotamia, den Christian Kracht herausgegeben hat. Ende Februar erscheint Wachs und Gold bei Matthes & Seitz.
JOURNALISMUS
Neben einer veritablen Flut an Texten für Zeitungen und Zeitschriften, die in den vergangenen Jahren natürlich stark eingedämmt wurde, habe ich ab und an auch in Redaktionen sogenannte Positionen bekleidet. So war ich als Chefredakteur der Zeitschrift Quest bestellt, habe das Stil-Ressort bei der Welt am Sonntag geleitet, war als Korrespondent für Monocle in Äthiopien stationiert, war «Editor at Large» bei der franco-russischen Frauenzeitschrift L’Officiel und «Executive Editor» bei der russisch-deutschen Ausgabe von Andy Warhols Interview. Temps passé… und Zeit essen Texte auf. Eine Auswahl geglückter Texte finden Sie auf waahr.de. Interviews in englischer Sprache bei 032.com.
LITERARISCHER JOURNALISMUS
2013 habe ich mit Anne Waak und Ingo Niermann waahr.de gegründet. Ein Archiv für literarischen Journalismus. Schöne und erhaltenswerte Texte aus der jüngsten Vergangenheit, aus dem zwanzigsten Jahrhundert und sogar aus noch früheren Jahren vor der Erfindung der Paywall werden dort in Ehren gehalten und den am Lesen interessierten zugänglich gemacht. Für immer! Vermutlich
ÜBERSETZUNG

BERATUNG
Durch meine jahrzehntelange Erfahrung im Ausbrüten längerer Gedankenspiele bin ich zum fruchtbaren Quell für Ideen aller Art gereift. Ratsuchende oder schlicht überforderte Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch Privatpersonen mit Sendungsbewusstsein lassen sich von mir mit angenehmen Formen für ihre Inhalte versorgen. Ich habe gute Erfahrungen mit sogenanntem Ghostwriting gemacht — sowohl in Buchform, aber auch für Reden oder Beiträgen in Zeitschriften —, kann mir aber auch Ihren Ton anverwandeln, um beispielsweise Ihre Newsletter zu verfassen. Referenzen auf Anfrage.
KONTAKT
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