Ich beschäftige mich mit vielerlei Dingen.
Wie Cyprien Gaillard einmal sehr schön festgestellt hat: «Art seemed to me like a shelter for all my activities». Mit dieser Seite gewähre ich Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, einen ausführlichen Überblick zu meinen
Neigungen und Tätigkeiten.
TAGEBUCH
2026:
PABLO
Seit dem 1. Januar 2016 führe ich ein öffentliches Tagebuch, das in jedem Jahr unter einem neuen Titel erscheint. In diesem Jahr lautet das Motto «Pablo». Tagebucheinträge aus den vorangegangenen Jahren 2021 bis 2025 einschließlich sind hier auf der Seite archiviert; die aus den früheren finden sich bei waahr.de
23.08.
Gestern rief ich, was mir nicht häufig passiert, in der Taxizentrale an. Zu meiner Überraschung hatte sich dort das automatische Vermittlungssystem verändert. Die Stimme kam noch immer aus dem Speicher, aber sie klang irgendwie besser gelaunt. Außerdem, das teilte sie mir schon bei der konservierten Begrüßung mit, würde mein Anruf jetzt mit Künstlicher Intelligenz (KI) bearbeitet.
Im Verlauf des folgenden Gesprächs, streng genommen meines Monologs vor dem Ohr der Maschine, konnte ich keine wesentliche Veränderung in der Verarbeitungsqualität meiner Informationen feststellen. Der Anruf dauerte auch in etwa so lange wie bei allen anderen Malen zuvor auch.
Aber immer, wenn ich etwas sagte, also beispielsweise den Straßennamen, wo mich das Taxi abholen sollte, spielte der Speicher das Emsigkeit signalisierende Geräusch auf den Tasten einer Tastatur klimpernder Frauenfingerspitzen ab.
Das war also, in Analogie zu den Bildzeichen Emoji, ein Klangzeichen. Es verbildlichte mir, dem Zuhörer, ein Denken der Maschine. Das freilich nicht stattfand in Wirklichkeit, denn Maschinen denken nicht. Auch die Künstliche Intelligenz ist ja nur eine Art Eselsbrücke, um einen in Wirklichkeit unfasslichen Vorgang irgendwie mit menschlichen Begriffen fasslich erscheinen zu lassen.
Das taxi kam natürlich so wie auch früher anders so. In Thailand halten sich die Thais einen ausgestreckten Zeigefinger vor die Stirn, um ihrem Gesprächspartner zu signalisieren, dass sie jetzt gerade nachdenken und nicht einfach nur so schweigen.
Ich würde gern einen Thailänder befragen, wie es sich derzeit mit den Anrufverwaltungssystemen mit KI in Thailand verhält. Welche Klangzeichen sie dort abspielen, um das Denken der Maschine darzustellen.
BÜCHER
Seit 1998 bin ich freier Schriftsteller. Ich beschäftige mich mit autobiografischem Schreiben. Meine erste literarische Veröffentlichung war die Erzählung «Contrazoom», erschienen im Sammelband Mesopotamia, den Christian Kracht herausgegeben hat. Ende Februar erscheint Wachs und Gold bei Matthes & Seitz.
JOURNALISMUS
Neben einer veritablen Flut an Texten für Zeitungen und Zeitschriften, die in den vergangenen Jahren natürlich stark eingedämmt wurde, habe ich ab und an auch in Redaktionen sogenannte Positionen bekleidet. So war ich als Chefredakteur der Zeitschrift Quest bestellt, habe das Stil-Ressort bei der Welt am Sonntag geleitet, war als Korrespondent für Monocle in Äthiopien stationiert, war «Editor at Large» bei der franco-russischen Frauenzeitschrift L’Officiel und «Executive Editor» bei der russisch-deutschen Ausgabe von Andy Warhols Interview. Temps passé… und Zeit essen Texte auf. Eine Auswahl geglückter Texte finden Sie auf waahr.de. Interviews in englischer Sprache bei 032.com.
LITERARISCHER JOURNALISMUS
2013 habe ich mit Anne Waak und Ingo Niermann waahr.de gegründet. Ein Archiv für literarischen Journalismus. Schöne und erhaltenswerte Texte aus der jüngsten Vergangenheit, aus dem zwanzigsten Jahrhundert und sogar aus noch früheren Jahren vor der Erfindung der Paywall werden dort in Ehren gehalten und den am Lesen interessierten zugänglich gemacht. Für immer! Vermutlich
ÜBERSETZUNG

BERATUNG
Durch meine jahrzehntelange Erfahrung im Ausbrüten längerer Gedankenspiele bin ich zum fruchtbaren Quell für Ideen aller Art gereift. Ratsuchende oder schlicht überforderte Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch Privatpersonen mit Sendungsbewusstsein lassen sich von mir mit angenehmen Formen für ihre Inhalte versorgen. Ich habe gute Erfahrungen mit sogenanntem Ghostwriting gemacht — sowohl in Buchform, aber auch für Reden oder Beiträgen in Zeitschriften —, kann mir aber auch Ihren Ton anverwandeln, um beispielsweise Ihre Newsletter zu verfassen. Referenzen auf Anfrage.
KONTAKT
email: joachim.bessing@me.com
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Programmierung: Husain Salah
Made in Detroit, MI, U.S.A.















