Ich beschäftige mich mit vielerlei Dingen.
Wie Cyprien Gaillard einmal sehr schön festgestellt hat: «Art seemed to me like a shelter for all my activities». Mit dieser Seite gewähre ich Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, einen ausführlichen Überblick zu meinen
Neigungen und Tätigkeiten.
TAGEBUCH
2026:
PABLO
Seit dem 1. Januar 2016 führe ich ein öffentliches Tagebuch, das in jedem Jahr unter einem neuen Titel erscheint. In diesem Jahr lautet das Motto «Pablo». Tagebucheinträge aus den vorangegangenen Jahren 2021 bis 2025 einschließlich sind hier auf der Seite archiviert; die aus den früheren finden sich bei waahr.de
15.02
Auf mit der Sonne und hinauf in den Park. Die Damhirschkühe und die Damhirsche selbst umlagerten vom Sonnenschein gar nicht unbeeindruckt einen Stamm an dem sie schon die vergangenen Wochen lang gefressen hatten. Am Horizont aber war schon die Silhouette einer Karawane aus jungen Eltern erschienen, sodass ich das Bild der Genügsamkeit eilig schlürfend in mich aufnahm, um vor ihnen zu fliehen.
Man trifft um diese Uhrzeit lediglich auf zwei Arten von Menschen: Joggende und junge Eltern. Die ersteren verhalten sich zumindest still.
Während des Valentinsdinners (Isaanküche) hatten wir uns über das Schreiben unterhalten. Gegenseitig befragt auch, beispielsweise warum man, um überhaupt schreiben zu können, so viel lesen muss. Tatsächlich muss. Zwar würde ich meine Ratio nicht auf die sprichwörtlich gewordenen 100:1 einschätzen, aber auf ungefähr 73.
Mit GM Young gilt es, so lange zu lesen, bis man die Leute reden hört. Auch jetzt wieder, aktuell. Darauf war die Frage doch ursprünglich gerichtet gewesen: Wozu lesen, Du warst doch dabei.
Das genügt eben nie. Selbst bei Untitled, dem letzten, das ich mehr oder weniger in seiner Zeit geschrieben hatte, hat das genügt. Es ist eine unbotmäßige Masse an Kontext nötig, um eine Welt entstehen zu lassen — parallel zu der, von der die Zeitung handelt.
Der Fisch, den wir dabei zuletzt aßen, war im ganzen belassen frittiert worden und dabei an seinen Flanken mit kurzen Hieben tief eingeschlitzt, sodass die Hitze bis auf die Rückgrat tief in ihn eindringen konnte.
Noch immer silbrig, beinahe bismarckhaft, und dabei unter dem frischen Grün von gemischten Kräutern begraben, mundete sein zartes Fleisch, das durch die exotische Behandlung saftig und knusprig zugleich geworden war, hervorragend.
Aber stelle Dir vor, jemand macht das mit Dir.
BÜCHER
Seit 1998 bin ich freier Schriftsteller. Ich beschäftige mich mit autobiografischem Schreiben. Meine erste literarische Veröffentlichung war die Erzählung «Contrazoom», erschienen im Sammelband Mesopotamia, den Christian Kracht herausgegeben hat. Ende Februar erscheint Wachs und Gold bei Matthes & Seitz.
JOURNALISMUS
Neben einer veritablen Flut an Texten für Zeitungen und Zeitschriften, die in den vergangenen Jahren natürlich stark eingedämmt wurde, habe ich ab und an auch in Redaktionen sogenannte Positionen bekleidet. So war ich als Chefredakteur der Zeitschrift Quest bestellt, habe das Stil-Ressort bei der Welt am Sonntag geleitet, war als Korrespondent für Monocle in Äthiopien stationiert, war «Editor at Large» bei der franco-russischen Frauenzeitschrift L’Officiel und «Executive Editor» bei der russisch-deutschen Ausgabe von Andy Warhols Interview. Temps passé… und Zeit essen Texte auf. Eine Auswahl geglückter Texte finden Sie auf waahr.de. Interviews in englischer Sprache bei 032.com.
LITERARISCHER JOURNALISMUS
2013 habe ich mit Anne Waak und Ingo Niermann waahr.de gegründet. Ein Archiv für literarischen Journalismus. Schöne und erhaltenswerte Texte aus der jüngsten Vergangenheit, aus dem zwanzigsten Jahrhundert und sogar aus noch früheren Jahren vor der Erfindung der Paywall werden dort in Ehren gehalten und den am Lesen interessierten zugänglich gemacht. Für immer! Vermutlich
ÜBERSETZUNG

BERATUNG
Durch meine jahrzehntelange Erfahrung im Ausbrüten längerer Gedankenspiele bin ich zum fruchtbaren Quell für Ideen aller Art gereift. Ratsuchende oder schlicht überforderte Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch Privatpersonen mit Sendungsbewusstsein lassen sich von mir mit angenehmen Formen für ihre Inhalte versorgen. Ich habe gute Erfahrungen mit sogenanntem Ghostwriting gemacht — sowohl in Buchform, aber auch für Reden oder Beiträgen in Zeitschriften —, kann mir aber auch Ihren Ton anverwandeln, um beispielsweise Ihre Newsletter zu verfassen. Referenzen auf Anfrage.
KONTAKT
email: joachim.bessing@me.com
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Programmierung: Husain Salah
Made in Detroit, MI, U.S.A.















