Ich beschäftige mich mit vielerlei Dingen.
Wie Cyprien Gaillard einmal sehr schön festgestellt hat: «Art seemed to me like a shelter for all my activities». Mit dieser Seite gewähre ich Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, einen ausführlichen Überblick zu meinen
Neigungen und Tätigkeiten.
TAGEBUCH
2026:
PABLO
Seit dem 1. Januar 2016 führe ich ein öffentliches Tagebuch, das in jedem Jahr unter einem neuen Titel erscheint. In diesem Jahr lautet das Motto «Pablo». Tagebucheinträge aus den vorangegangenen Jahren 2021 bis 2025 einschließlich sind hier auf der Seite archiviert; die aus den früheren finden sich bei waahr.de
21.09.
In der Prignitz lese ich natürlich und passenderweise in den Aufzeichnungen Peter Rühmkorfs aus dem Jahr meiner Geburt. Verblüffend frisch wirken die über 50 Jahre alten Beobachtungen. Hamburg war dem Flecken, in dem ich aufgewachsen bin, einfach Jahrzehnte voraus (ca drei).
Sein Lebensstil allerdings, Rühmkorfs, wirkt mittlerweile muffig. Geradezu antiquiert. Als dann in einem Eintrag von einem „morgens um vier“ aus der Wand brechenden, da nicht genügend befestigten Bücherregal berichtet wird, ging mir in Folge auch auf, woran mich Rühmkorfs Wunschgedankengänge strukturell erinnert hatten. Bei den Aufräumarbeiten auf der Bücherschutthalde findet die von ihm als „Frau Räumkorf“ bezeichnete einen verloren geglaubten Brief von Arno Schmidt aus Rühmkorfs Zeit als Lektor wieder.
Und von den Gedanken und Aussprüchen der Erzählten in Schmidts Texten kannte ich die nachmittäglichen Kreis- und Suchbewegungen wieder, die Peter Rühmkorfs Berichte durchziehen.
Etwa wenn er, als Nachhilfelehrer, ein Verhältnis mit einer Minderjährigen anfängt. Aber auch die ständigen Krankheitszustände, der Mangel, auch venerische darunter, der Suff, dauernd Schnäpse, die Hypochondrie.
Aber man muss sich schon Abbildungen aus Westdeutschland in den siebziger Jahren vorhalten, am besten auch Filme, um den zeitlichen Abstand einschätzen zu können. Derart frisch „von der Leber“ wirkt das Erzählte.
Gut möglich, ziemlich wahrscheinlich sogar, dass auch heute noch manche so denken und leben wie er. Bei der Heimkunft dann Wahlabend. Rekordergebnis für PdL. Strammer Zuwachs für die anderen mit großem A. Es ist nun noch peinlicher geworden, in dieser Stadt zu leben. Aus ihr zu kommen, wie es heißt. Wahrscheinlich war das der Fehler meines Lebens: Jemals aus Hamburg wegzuziehen.
BÜCHER
Seit 1998 bin ich freier Schriftsteller. Ich beschäftige mich mit autobiografischem Schreiben. Meine erste literarische Veröffentlichung war die Erzählung «Contrazoom», erschienen im Sammelband Mesopotamia, den Christian Kracht herausgegeben hat. Ende Februar erscheint Wachs und Gold bei Matthes & Seitz.
JOURNALISMUS
Neben einer veritablen Flut an Texten für Zeitungen und Zeitschriften, die in den vergangenen Jahren natürlich stark eingedämmt wurde, habe ich ab und an auch in Redaktionen sogenannte Positionen bekleidet. So war ich als Chefredakteur der Zeitschrift Quest bestellt, habe das Stil-Ressort bei der Welt am Sonntag geleitet, war als Korrespondent für Monocle in Äthiopien stationiert, war «Editor at Large» bei der franco-russischen Frauenzeitschrift L’Officiel und «Executive Editor» bei der russisch-deutschen Ausgabe von Andy Warhols Interview. Temps passé… und Zeit essen Texte auf. Eine Auswahl geglückter Texte finden Sie auf waahr.de. Interviews in englischer Sprache bei 032.com.
LITERARISCHER JOURNALISMUS
2013 habe ich mit Anne Waak und Ingo Niermann waahr.de gegründet. Ein Archiv für literarischen Journalismus. Schöne und erhaltenswerte Texte aus der jüngsten Vergangenheit, aus dem zwanzigsten Jahrhundert und sogar aus noch früheren Jahren vor der Erfindung der Paywall werden dort in Ehren gehalten und den am Lesen interessierten zugänglich gemacht. Für immer! Vermutlich
ÜBERSETZUNG

BERATUNG
Durch meine jahrzehntelange Erfahrung im Ausbrüten längerer Gedankenspiele bin ich zum fruchtbaren Quell für Ideen aller Art gereift. Ratsuchende oder schlicht überforderte Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch Privatpersonen mit Sendungsbewusstsein lassen sich von mir mit angenehmen Formen für ihre Inhalte versorgen. Ich habe gute Erfahrungen mit sogenanntem Ghostwriting gemacht — sowohl in Buchform, aber auch für Reden oder Beiträgen in Zeitschriften —, kann mir aber auch Ihren Ton anverwandeln, um beispielsweise Ihre Newsletter zu verfassen. Referenzen auf Anfrage.
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