Ich beschäftige mich mit vielerlei Dingen.
Wie Cyprien Gaillard einmal sehr schön festgestellt hat: «Art seemed to me like a shelter for all my activities». Mit dieser Seite gewähre ich Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, einen ausführlichen Überblick zu meinen
Neigungen und Tätigkeiten.
TAGEBUCH
2026:
PABLO
Seit dem 1. Januar 2016 führe ich ein öffentliches Tagebuch, das in jedem Jahr unter einem neuen Titel erscheint. In diesem Jahr lautet das Motto «Pablo». Tagebucheinträge aus den vorangegangenen Jahren 2021 bis 2025 einschließlich sind hier auf der Seite archiviert; die aus den früheren finden sich bei waahr.de
09.08..
Unerwartetes Wiedersehen mit Professor Bienek im Herbstlicht. Dass er sich dort unter einem der vielen Pseudonyme verbergen könnte, hatte mir damals, bei der Erstlektüre, natürlich nicht auffallen können (die Bienek-Tegebücher sind ja erst 2024 erschienen).
In deren Lichte ist aber das Ereignis, das Hermann Lenz berichtet, schon recht ungeheuerlich und fügt dem Charakter Horst Bieneks nur eine weitere Komplifizierung hinzu. Vermutlich hätte es ihm auch geschmeichelt, bloß hat er die Veröffentlichung von Herbstlicht durch seinen frühen Tod wiederum verpasst.
Kurz nach seinem Umzug von Stuttgart nach München also erhält Lenz im Herbst 1978 den Büchner Preis. Noch vor der Preisverleihung und kurz nach der Bekanntgabe erhält das Ehepaar an seinem Privatanschluss spät am Abend einen anonymen Anruf. Der Anrufer verhöhnt den Ausgezeichneten mit verstellter Stimme und einem aufgesetzten bayerischen Dialekt. Doch Frau Lenz identifiziert ihn aller Maskerade zum Trotz als Horst Bienek.
Die Verachtung Bieneks für Hermann Lenz war mir schon bei Lektüre seiner Tagebücher aufgefallen. Der Zuzügling gerät ihm vors Visier, weil er nach seinem Umzug, womöglich auf Vermittlung von Hubert Burda, zum Mitglied der Bayerischen Akademie der Künste ernannt wurde. Bienek erträgt ihn kaum. Der Neid vergiftet ihm auch die Anwesenheit des Ehepaares an sich, denen er in der Münchner Kulturgesellschaft nun andauernd begegnen wird. Wie gewöhnlich entlädt er seine Aggressionen ins Tagebuch. Im Eintrag vom 07. 01. 1985 hält er fest „Wenn nur z.B. das Ehepaar Lenz (o Gott; ja, es gibt zwei, aber wenn ich nur darüber nachdenke, so sind beide Paare gleich leichenhaft!) auf einer Party auftaucht: da verbreitet sich doch arktische Kälte ringsum.“
Kurz vor seinem eigenen Tod, im Eintrag vom 28. 02. 1988 ist es ihm noch wichtig an die Nachwelt durchzugeben „Hermann Lenz 75. Er wird in allen Zeitungen gefeiert. Mich hat er immer gelangweilt. Bis jetzt! Ich glaube auch nicht daran, dass er besser geworden ist (ein besserer Erzähler), nur weil Handke ihn entdeckt hat.“
Das Ehepaar Lenz kommt, das erfährt man in Herbstlicht, auf die Beerdigung von Katschmarek. Aber das kriegt der selbst freilich nicht mit.
BÜCHER
Seit 1998 bin ich freier Schriftsteller. Ich beschäftige mich mit autobiografischem Schreiben. Meine erste literarische Veröffentlichung war die Erzählung «Contrazoom», erschienen im Sammelband Mesopotamia, den Christian Kracht herausgegeben hat. Ende Februar erscheint Wachs und Gold bei Matthes & Seitz.
JOURNALISMUS
Neben einer veritablen Flut an Texten für Zeitungen und Zeitschriften, die in den vergangenen Jahren natürlich stark eingedämmt wurde, habe ich ab und an auch in Redaktionen sogenannte Positionen bekleidet. So war ich als Chefredakteur der Zeitschrift Quest bestellt, habe das Stil-Ressort bei der Welt am Sonntag geleitet, war als Korrespondent für Monocle in Äthiopien stationiert, war «Editor at Large» bei der franco-russischen Frauenzeitschrift L’Officiel und «Executive Editor» bei der russisch-deutschen Ausgabe von Andy Warhols Interview. Temps passé… und Zeit essen Texte auf. Eine Auswahl geglückter Texte finden Sie auf waahr.de. Interviews in englischer Sprache bei 032.com.
LITERARISCHER JOURNALISMUS
2013 habe ich mit Anne Waak und Ingo Niermann waahr.de gegründet. Ein Archiv für literarischen Journalismus. Schöne und erhaltenswerte Texte aus der jüngsten Vergangenheit, aus dem zwanzigsten Jahrhundert und sogar aus noch früheren Jahren vor der Erfindung der Paywall werden dort in Ehren gehalten und den am Lesen interessierten zugänglich gemacht. Für immer! Vermutlich
ÜBERSETZUNG

BERATUNG
Durch meine jahrzehntelange Erfahrung im Ausbrüten längerer Gedankenspiele bin ich zum fruchtbaren Quell für Ideen aller Art gereift. Ratsuchende oder schlicht überforderte Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch Privatpersonen mit Sendungsbewusstsein lassen sich von mir mit angenehmen Formen für ihre Inhalte versorgen. Ich habe gute Erfahrungen mit sogenanntem Ghostwriting gemacht — sowohl in Buchform, aber auch für Reden oder Beiträgen in Zeitschriften —, kann mir aber auch Ihren Ton anverwandeln, um beispielsweise Ihre Newsletter zu verfassen. Referenzen auf Anfrage.
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