Ich beschäftige mich mit vielerlei Dingen.
Wie Cyprien Gaillard einmal sehr schön festgestellt hat: «Art seemed to me like a shelter for all my activities». Mit dieser Seite gewähre ich Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, einen ausführlichen Überblick zu meinen
Neigungen und Tätigkeiten.
TAGEBUCH
2026:
PABLO
Seit dem 1. Januar 2016 führe ich ein öffentliches Tagebuch, das in jedem Jahr unter einem neuen Titel erscheint. In diesem Jahr lautet das Motto «Pablo». Tagebucheinträge aus den vorangegangenen Jahren 2021 bis 2025 einschließlich sind hier auf der Seite archiviert; die aus den früheren finden sich bei waahr.de
12.08.
Neulich, morgens in der Gropiusstadt, hatten sich unweit von uns drei Grazien auf dem Rasen niedergelassen. Eine jede von ihnen wie von Botero gemalt oder zumindest: imaginiert. Alle drei waren sie zudem noch identisch gekleidet, in schwarz schimmernde Rennfahrradfahrerinnentrikots und -shorts. Darüber ließen sie jeweils eine Art Strandblusenjacke wehen, ebenso schwarz.
Bevor sie einen Lautsprecher, der kaum länger war als ein Lippenstift, benutzten, um darüber den Sommerhit „Mitsubishi“, einen klassischen Two-Step-Shuffle von Saint Levant und Haifa Wehbe zum Klingen zu bringen, unterhielten sie sich über eine Snackspezialität. Und das auf eine derart animierende Weise, dass ich kaum noch an etwas anderes mehr denken konnte in den folgenden Stunden.
Die Rede war von einer Banitza, jener bulgarischen Frühstücksschnecke, die ich auf unserer Fahrt durch die Rhodopen erstmals kennenlernen durfte.
Seitdem, es ist bald sieben Jahre her, verzehrte ich mich nach einem Wiedersehen (vor allem -munden) mit dieser robusten Köstlichkeit. Doch hatte sich, gerade als die Grazien auf die Bezugsquelle ihrer Banitza zu sprechen kamen, eine lärmende Familie auf dem Durchmarsch zur Doppelrutsche zwischen uns geschoben als fortbewegter Paravent dergestalt, dass ausgerechnet diese kritische Information nur halb erhalten an mein Ohr herangetragen wurde. Ob nun bei Lidl oder bei Aldi blieb sozusagen offen.
Dennoch faszinierend. Auch wegen Bansko. Mir war das bunte fenster dort wieder eingefallen, knapp über dem Boden. In dem wundersamen Hotel am Fuße der Berge.
Es ist dieses Belauschen und sich den anderen aussetzen, um sich gleich daraufhin wieder zu entziehen, von dem Hermann Lenz schreibt, dass es den Schreibvorgang kennzeichnet. Ohne das eine und das andere wird das von ihm sogenannte Absondern der Schriftform nicht möglich. Unwillkürlich fällt mir dazu die Passivität einer Muschel ein, die sämtliches durch sich hindurch wehen oder spülen lassen muss. Und ob es am Ende eine Perle ergeben wird, scheint auch kaum beeinflussbar…
Die Gefahr, diese Grazien zu vergöttern, liegt nah.
BÜCHER
Seit 1998 bin ich freier Schriftsteller. Ich beschäftige mich mit autobiografischem Schreiben. Meine erste literarische Veröffentlichung war die Erzählung «Contrazoom», erschienen im Sammelband Mesopotamia, den Christian Kracht herausgegeben hat. Ende Februar erscheint Wachs und Gold bei Matthes & Seitz.
JOURNALISMUS
Neben einer veritablen Flut an Texten für Zeitungen und Zeitschriften, die in den vergangenen Jahren natürlich stark eingedämmt wurde, habe ich ab und an auch in Redaktionen sogenannte Positionen bekleidet. So war ich als Chefredakteur der Zeitschrift Quest bestellt, habe das Stil-Ressort bei der Welt am Sonntag geleitet, war als Korrespondent für Monocle in Äthiopien stationiert, war «Editor at Large» bei der franco-russischen Frauenzeitschrift L’Officiel und «Executive Editor» bei der russisch-deutschen Ausgabe von Andy Warhols Interview. Temps passé… und Zeit essen Texte auf. Eine Auswahl geglückter Texte finden Sie auf waahr.de. Interviews in englischer Sprache bei 032.com.
LITERARISCHER JOURNALISMUS
2013 habe ich mit Anne Waak und Ingo Niermann waahr.de gegründet. Ein Archiv für literarischen Journalismus. Schöne und erhaltenswerte Texte aus der jüngsten Vergangenheit, aus dem zwanzigsten Jahrhundert und sogar aus noch früheren Jahren vor der Erfindung der Paywall werden dort in Ehren gehalten und den am Lesen interessierten zugänglich gemacht. Für immer! Vermutlich
ÜBERSETZUNG

BERATUNG
Durch meine jahrzehntelange Erfahrung im Ausbrüten längerer Gedankenspiele bin ich zum fruchtbaren Quell für Ideen aller Art gereift. Ratsuchende oder schlicht überforderte Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch Privatpersonen mit Sendungsbewusstsein lassen sich von mir mit angenehmen Formen für ihre Inhalte versorgen. Ich habe gute Erfahrungen mit sogenanntem Ghostwriting gemacht — sowohl in Buchform, aber auch für Reden oder Beiträgen in Zeitschriften —, kann mir aber auch Ihren Ton anverwandeln, um beispielsweise Ihre Newsletter zu verfassen. Referenzen auf Anfrage.
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