Ich beschäftige mich mit vielerlei Dingen.
Wie Cyprien Gaillard einmal sehr schön festgestellt hat: «Art seemed to me like a shelter for all my activities». Mit dieser Seite gewähre ich Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, einen ausführlichen Überblick zu meinen
Neigungen und Tätigkeiten.
TAGEBUCH
2026:
PABLO
Seit dem 1. Januar 2016 führe ich ein öffentliches Tagebuch, das in jedem Jahr unter einem neuen Titel erscheint. In diesem Jahr lautet das Motto «Pablo». Tagebucheinträge aus den vorangegangenen Jahren 2021 bis 2025 einschließlich sind hier auf der Seite archiviert; die aus den früheren finden sich bei waahr.de
18.03.
Eine Frau macht sich über ihren Salat her. Ich habe wirklich den Eindruck, dass es ihr nicht mehr möglich war, die Nahrungsaufnahme noch hinauszuzögern. Der Waggon der S-Bahn ist voll besetzt. Die Sonne scheint. Sie sitzt direkt neben mir.
Dessentwegen ich meinen Blick auch schwer nur abwenden kann. Der Salat, den sie mit raschem Griff aus dem Rucksack auf ihrem Schoß ans Licht gezerrt hatte, wurde in die ausgespülte Umverpackung eines Schichtkäses gefüllt. Meines Erachtens. Möglicherweise gibt es auch andere Lebensmittel, denkbar wäre auch Hackfleisch, die in solch gerippten, hochwandigen Schalen aus dünnem, weißen Kunststoff verkauft werden.
Sie schlingt den Salat. Zwischen den salatfarbenen Bestandteilen werden mir himbeerhaft leuchtende Partien aufs Auge gedrückt. Immer wieder fühle ich mich vor allem von diesen schwer zu entziffernden Farbimpulsen genötigt, in ihren Salat zu schauen.
Später fragte ich mich, warum man nicht über sämtliche Geschehnisse und Beobachtungen so schreiben kann, als ob sie sich in einem fremden Land, in einer anderen Sphäre ereignet hätten.
Beziehungsweise: Schreiben könnte ich, aber es würde anders gelesen — warum? Woran liegt das? Lassen sich die dieses Leseerlebnis bestimmenden Faktoren ausschalten, beziehungsweise modulieren? Wie? Auf welche Weise? Und so fort.
Kurt darauf widerfuhren mir im hiesigen Postamt oder -Center Szenen — Dabei wollte ich doch lediglich zwei Päckchen auf ihren Weg bringen… Weird scenes inside the gold mine.
Zumindest ist die bestimmende Farbe dort Gelb.
BÜCHER
Seit 1998 bin ich freier Schriftsteller. Ich beschäftige mich mit autobiografischem Schreiben. Meine erste literarische Veröffentlichung war die Erzählung «Contrazoom», erschienen im Sammelband Mesopotamia, den Christian Kracht herausgegeben hat. Ende Februar erscheint Wachs und Gold bei Matthes & Seitz.
JOURNALISMUS
Neben einer veritablen Flut an Texten für Zeitungen und Zeitschriften, die in den vergangenen Jahren natürlich stark eingedämmt wurde, habe ich ab und an auch in Redaktionen sogenannte Positionen bekleidet. So war ich als Chefredakteur der Zeitschrift Quest bestellt, habe das Stil-Ressort bei der Welt am Sonntag geleitet, war als Korrespondent für Monocle in Äthiopien stationiert, war «Editor at Large» bei der franco-russischen Frauenzeitschrift L’Officiel und «Executive Editor» bei der russisch-deutschen Ausgabe von Andy Warhols Interview. Temps passé… und Zeit essen Texte auf. Eine Auswahl geglückter Texte finden Sie auf waahr.de. Interviews in englischer Sprache bei 032.com.
LITERARISCHER JOURNALISMUS
2013 habe ich mit Anne Waak und Ingo Niermann waahr.de gegründet. Ein Archiv für literarischen Journalismus. Schöne und erhaltenswerte Texte aus der jüngsten Vergangenheit, aus dem zwanzigsten Jahrhundert und sogar aus noch früheren Jahren vor der Erfindung der Paywall werden dort in Ehren gehalten und den am Lesen interessierten zugänglich gemacht. Für immer! Vermutlich
ÜBERSETZUNG

BERATUNG
Durch meine jahrzehntelange Erfahrung im Ausbrüten längerer Gedankenspiele bin ich zum fruchtbaren Quell für Ideen aller Art gereift. Ratsuchende oder schlicht überforderte Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch Privatpersonen mit Sendungsbewusstsein lassen sich von mir mit angenehmen Formen für ihre Inhalte versorgen. Ich habe gute Erfahrungen mit sogenanntem Ghostwriting gemacht — sowohl in Buchform, aber auch für Reden oder Beiträgen in Zeitschriften —, kann mir aber auch Ihren Ton anverwandeln, um beispielsweise Ihre Newsletter zu verfassen. Referenzen auf Anfrage.
KONTAKT
email: joachim.bessing@me.com
Design: Middlecott
Programmierung: Husain Salah
Made in Detroit, MI, U.S.A.















