Ich beschäftige mich mit vielerlei Dingen.
Wie Cyprien Gaillard einmal sehr schön festgestellt hat: «Art seemed to me like a shelter for all my activities». Mit dieser Seite gewähre ich Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, einen ausführlichen Überblick zu meinen
Neigungen und Tätigkeiten.
TAGEBUCH
2026:
PABLO
Seit dem 1. Januar 2016 führe ich ein öffentliches Tagebuch, das in jedem Jahr unter einem neuen Titel erscheint. In diesem Jahr lautet das Motto «Pablo». Tagebucheinträge aus den vorangegangenen Jahren 2021 bis 2025 einschließlich sind hier auf der Seite archiviert; die aus den früheren finden sich bei waahr.de
25.05.
Gestern ein weiteres Problemchen gelöst durch beiläufigen Blick in ein noch selten benutztes Büchle, das ich im Begriff war, auszusondern. Allein seiner sorgfältigen, bestens gealterten Ausstattung wegen (Schweizer Verlag, den es längst nicht mehr geben wird), blätterte ich hinein wie man das Gesicht von jemanden studieren wird, oder den Raum, in dem das geschieht, wenn man ihn niemals mehr wiedersehen soll.
Weisheiten flogen mich an. Türen rannten mich ein.
All dies auf wenigen, beinahe schon herbstlaubhaft gedarrten Seiten. Wunderwerk Buch.
Ich kann es aushalten, meine Liebe gleicherdings aufzuteilen zu Computer und Buch. Mag sein, dass dies den Spagat meint beim Ablegen des gr. Schiffes und mit einem Fuß stehe ich auf dem Beton der Mole und unter dem anderen würde Mahagony sein. Entscheiden scheine ich mich aber nicht zu müssen. Als das Schöne an meiner Zeit empfinde ich nach wie vor, dass es beides gibt. Synchro-Time. Wenn nicht alles.
Mit größeren Abstand gelesen enthält Paare, Passanten ein noch immer nicht historisch gewordenes Personal. Die Milieus altern anscheinend nur in sich. Ihre Hüllform bleibt doch konserviert — in was?
Seit der sog. Legalisierung jedenfalls begegne ich nun häufig einem neuen Typus Gegenwartsnarr, ich nenne ihn den Naturfreak.
Er sitzt allein auf einer Bank. Oft mit Glatze, Sonnenbrille, Vollbart. Hat seine Bluetoothbox dezent, knapp oberhalb der allgemeinen Hörschwelle aufgedreht und inhaliert jetzt das zitrisch duftende Kiffgras, während seine Playlist einen privaten Raum konstituieren soll unter all den fremden Menschen. Die Musik gehört freilich ebenso zum Mechanismus seines Rituals. Sein geplantes Erlebnis soll fulminant werden. Zuhause geht das nicht. Ob Rechtsgründe oder familiäre ihn in die Öffentlichkeit treiben, bleibt seine Privatangelegenheit.
BÜCHER
Seit 1998 bin ich freier Schriftsteller. Ich beschäftige mich mit autobiografischem Schreiben. Meine erste literarische Veröffentlichung war die Erzählung «Contrazoom», erschienen im Sammelband Mesopotamia, den Christian Kracht herausgegeben hat. Ende Februar erscheint Wachs und Gold bei Matthes & Seitz.
JOURNALISMUS
Neben einer veritablen Flut an Texten für Zeitungen und Zeitschriften, die in den vergangenen Jahren natürlich stark eingedämmt wurde, habe ich ab und an auch in Redaktionen sogenannte Positionen bekleidet. So war ich als Chefredakteur der Zeitschrift Quest bestellt, habe das Stil-Ressort bei der Welt am Sonntag geleitet, war als Korrespondent für Monocle in Äthiopien stationiert, war «Editor at Large» bei der franco-russischen Frauenzeitschrift L’Officiel und «Executive Editor» bei der russisch-deutschen Ausgabe von Andy Warhols Interview. Temps passé… und Zeit essen Texte auf. Eine Auswahl geglückter Texte finden Sie auf waahr.de. Interviews in englischer Sprache bei 032.com.
LITERARISCHER JOURNALISMUS
2013 habe ich mit Anne Waak und Ingo Niermann waahr.de gegründet. Ein Archiv für literarischen Journalismus. Schöne und erhaltenswerte Texte aus der jüngsten Vergangenheit, aus dem zwanzigsten Jahrhundert und sogar aus noch früheren Jahren vor der Erfindung der Paywall werden dort in Ehren gehalten und den am Lesen interessierten zugänglich gemacht. Für immer! Vermutlich
ÜBERSETZUNG

BERATUNG
Durch meine jahrzehntelange Erfahrung im Ausbrüten längerer Gedankenspiele bin ich zum fruchtbaren Quell für Ideen aller Art gereift. Ratsuchende oder schlicht überforderte Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch Privatpersonen mit Sendungsbewusstsein lassen sich von mir mit angenehmen Formen für ihre Inhalte versorgen. Ich habe gute Erfahrungen mit sogenanntem Ghostwriting gemacht — sowohl in Buchform, aber auch für Reden oder Beiträgen in Zeitschriften —, kann mir aber auch Ihren Ton anverwandeln, um beispielsweise Ihre Newsletter zu verfassen. Referenzen auf Anfrage.
KONTAKT
email: joachim.bessing@me.com
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Programmierung: Husain Salah
Made in Detroit, MI, U.S.A.















