Ich beschäftige mich mit vielerlei Dingen.
Wie Cyprien Gaillard einmal sehr schön festgestellt hat: «Art seemed to me like a shelter for all my activities». Mit dieser Seite gewähre ich Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, einen ausführlichen Überblick zu meinen
Neigungen und Tätigkeiten.
TAGEBUCH
2026:
PABLO
Seit dem 1. Januar 2016 führe ich ein öffentliches Tagebuch, das in jedem Jahr unter einem neuen Titel erscheint. In diesem Jahr lautet das Motto «Pablo». Tagebucheinträge aus den vorangegangenen Jahren 2021 bis 2025 einschließlich sind hier auf der Seite archiviert; die aus den früheren finden sich bei waahr.de
27.07.
Wenn man sich überall fremd fühlt, ist man nirgends daheim. Und zwangsläufig dann auch wieder überall, weil irgendwo muss man ja sein. Auch seinen Nachbarn zuliebe. Als deren Bezug.
Vor ein paar Tagen, als es so heiß war, wie es übermorgen wieder werden soll, ging ich in der Nachbarschaft an einer langen Reihe von Garagen aus der DDR-Zeit vorbei. Ich weiß gar nicht, ob die unter Denkmalschutz gestellt sind. Sollten sie dann vielleicht. Schon etwas eigentümliches. Außerhalb der ehemaligen Zone kennt man die nicht.
Es sind aus Blech zusammengebaute Häuschen mit spitzwinkligen Dächern und einer kleinen Tür. Weil die DDR-Autos klein waren, sind auch diese Garagen klein. Der Schauspieler Heinrich Hüble, der hier in der Nachbarschaft wohnt, versteckt in solch einem Garagenhäuschen seinen Porsche vor den begehrlichen Blicken (und vielleicht auch, um eine Delle im Image abzuwenden). Aber alles, was höher, breiter oder länger ist als ein 911 (oder halt Trabi oder Wartburg) lässt sich darin nicht wegschließen.
Die Garagen aus der alten Zeit werden mittlerweile vor allem zum Aufbewahren von Gerümpel benutzt. Als Kellerersatz. Auch als Versammlungsort. Der NSU hat seine Anfänge in einer Jenaer Garage genommen, bevor er in eine Mobil umgezogen ist.
Neulich saßen die Nachbar in ihrer Garage. Die Tür ließen sie offenstehen, sie hatten es sich drin auf zwei Bänken gemütlich gemacht. Hinter der Tür standen zwei von ihnen und grillten. Die Röstaromen hatten mich angelockt. Gegessen wurde aber im Inneren der Garage. Aus dem Schattigen schaute man mich ausladend an.
BÜCHER
Seit 1998 bin ich freier Schriftsteller. Ich beschäftige mich mit autobiografischem Schreiben. Meine erste literarische Veröffentlichung war die Erzählung «Contrazoom», erschienen im Sammelband Mesopotamia, den Christian Kracht herausgegeben hat. Ende Februar erscheint Wachs und Gold bei Matthes & Seitz.
JOURNALISMUS
Neben einer veritablen Flut an Texten für Zeitungen und Zeitschriften, die in den vergangenen Jahren natürlich stark eingedämmt wurde, habe ich ab und an auch in Redaktionen sogenannte Positionen bekleidet. So war ich als Chefredakteur der Zeitschrift Quest bestellt, habe das Stil-Ressort bei der Welt am Sonntag geleitet, war als Korrespondent für Monocle in Äthiopien stationiert, war «Editor at Large» bei der franco-russischen Frauenzeitschrift L’Officiel und «Executive Editor» bei der russisch-deutschen Ausgabe von Andy Warhols Interview. Temps passé… und Zeit essen Texte auf. Eine Auswahl geglückter Texte finden Sie auf waahr.de. Interviews in englischer Sprache bei 032.com.
LITERARISCHER JOURNALISMUS
2013 habe ich mit Anne Waak und Ingo Niermann waahr.de gegründet. Ein Archiv für literarischen Journalismus. Schöne und erhaltenswerte Texte aus der jüngsten Vergangenheit, aus dem zwanzigsten Jahrhundert und sogar aus noch früheren Jahren vor der Erfindung der Paywall werden dort in Ehren gehalten und den am Lesen interessierten zugänglich gemacht. Für immer! Vermutlich
ÜBERSETZUNG

BERATUNG
Durch meine jahrzehntelange Erfahrung im Ausbrüten längerer Gedankenspiele bin ich zum fruchtbaren Quell für Ideen aller Art gereift. Ratsuchende oder schlicht überforderte Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch Privatpersonen mit Sendungsbewusstsein lassen sich von mir mit angenehmen Formen für ihre Inhalte versorgen. Ich habe gute Erfahrungen mit sogenanntem Ghostwriting gemacht — sowohl in Buchform, aber auch für Reden oder Beiträgen in Zeitschriften —, kann mir aber auch Ihren Ton anverwandeln, um beispielsweise Ihre Newsletter zu verfassen. Referenzen auf Anfrage.
KONTAKT
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