Ich beschäftige mich mit vielerlei Dingen.
Wie Cyprien Gaillard einmal sehr schön festgestellt hat: «Art seemed to me like a shelter for all my activities». Mit dieser Seite gewähre ich Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, einen ausführlichen Überblick zu meinen
Neigungen und Tätigkeiten.
TAGEBUCH
2026:
PABLO
Seit dem 1. Januar 2016 führe ich ein öffentliches Tagebuch, das in jedem Jahr unter einem neuen Titel erscheint. In diesem Jahr lautet das Motto «Pablo». Tagebucheinträge aus den vorangegangenen Jahren 2021 bis 2025 einschließlich sind hier auf der Seite archiviert; die aus den früheren finden sich bei waahr.de
30.07.
Abends in ein Konzert. Das fand statt in einem Pavillon, an dem ich schon seit Jahrzehnten vorbeikomme und mich immerschon frage, was aus dem wohl noch werden wird. Dereinst. Er war schon Altentreff und Blumenladen und Spielhölle und Handtaschenhandlung (ungefähr in dieser Reihenfolge). Jetzt hatte er sich entpuppt als eine Bar.
Je mehr man allein am Bildschirm hängt, desto wichtiger werden kontrollierte Abstecher in die Sphäre der Mitmenschlichkeit. Vielleicht fällt mir das auch deswegen besonders auf, weil ich in den Aufzeichnungen von Hermann Lenz aus den fünfziger Jahren lese, wo er sich beinahe permanent vom Mitmenschlichen umzingelt sieht und seine Abstecher in die Alleinsamkeit sehnsüchtig vor Augen hat.
Als ich am Pavillon eintraf, zu früh, wie immer, war der noch beinahe ungefüllt. Bloss ein kurios wirkender Mann saß dort drin beim Barkeeper, der aber nicht unbeschäftigt wirkte, und mischte Spuren vom USB-Stick.
Alexander, eintreffend: Das ist Spencer Clark. Der Main Act also, der heute noch als Monopoly Star Child Searcher performen würde. Das aktuelle Musizieren vom Stick war für ihn wie ein Teil des Gesamtkunstwerks, in das er den Abend verwandeln würde. Mitsamt allen, die bald noch gekommen sein würden.
Zuvor spielte Mondo Riviera, ein sehr junger Mann, der sich und seinen Laptop auf der Gitarre begleitete. Seine Gesangsstimme sollte dabei nicht mehr als eine siebente Saite sein. draußen vor der Schaufensterscheibe saß derweil für mehr als eine Stunde lang einer und telefonierte über die Freisprecheinrichtung seiner Ohrhörer. Bei einer effektvollen Stelle sprangen sämtliche Straßenlaternen an.
Wenn man sich mit der Philosophie von Spencer Clark beschäftigt, was ich erst im Nachhinein machen konnte, war sein Auftritt kaum mehr als eine Gedankenstütze in Bewegung. Eine Momentaufnahme mit Unschärfen und Lense flares. Aber welch Helligkeit in seinem Licht!
Clemens Setz hat schon noch immer recht: Es geht nichts über Live.
BÜCHER
Seit 1998 bin ich freier Schriftsteller. Ich beschäftige mich mit autobiografischem Schreiben. Meine erste literarische Veröffentlichung war die Erzählung «Contrazoom», erschienen im Sammelband Mesopotamia, den Christian Kracht herausgegeben hat. Ende Februar erscheint Wachs und Gold bei Matthes & Seitz.
JOURNALISMUS
Neben einer veritablen Flut an Texten für Zeitungen und Zeitschriften, die in den vergangenen Jahren natürlich stark eingedämmt wurde, habe ich ab und an auch in Redaktionen sogenannte Positionen bekleidet. So war ich als Chefredakteur der Zeitschrift Quest bestellt, habe das Stil-Ressort bei der Welt am Sonntag geleitet, war als Korrespondent für Monocle in Äthiopien stationiert, war «Editor at Large» bei der franco-russischen Frauenzeitschrift L’Officiel und «Executive Editor» bei der russisch-deutschen Ausgabe von Andy Warhols Interview. Temps passé… und Zeit essen Texte auf. Eine Auswahl geglückter Texte finden Sie auf waahr.de. Interviews in englischer Sprache bei 032.com.
LITERARISCHER JOURNALISMUS
2013 habe ich mit Anne Waak und Ingo Niermann waahr.de gegründet. Ein Archiv für literarischen Journalismus. Schöne und erhaltenswerte Texte aus der jüngsten Vergangenheit, aus dem zwanzigsten Jahrhundert und sogar aus noch früheren Jahren vor der Erfindung der Paywall werden dort in Ehren gehalten und den am Lesen interessierten zugänglich gemacht. Für immer! Vermutlich
ÜBERSETZUNG

BERATUNG
Durch meine jahrzehntelange Erfahrung im Ausbrüten längerer Gedankenspiele bin ich zum fruchtbaren Quell für Ideen aller Art gereift. Ratsuchende oder schlicht überforderte Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch Privatpersonen mit Sendungsbewusstsein lassen sich von mir mit angenehmen Formen für ihre Inhalte versorgen. Ich habe gute Erfahrungen mit sogenanntem Ghostwriting gemacht — sowohl in Buchform, aber auch für Reden oder Beiträgen in Zeitschriften —, kann mir aber auch Ihren Ton anverwandeln, um beispielsweise Ihre Newsletter zu verfassen. Referenzen auf Anfrage.
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