Ich beschäftige mich mit vielerlei Dingen.
Wie Cyprien Gaillard einmal sehr schön festgestellt hat: «Art seemed to me like a shelter for all my activities». Mit dieser Seite gewähre ich Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, einen ausführlichen Überblick zu meinen
Neigungen und Tätigkeiten.
TAGEBUCH
2026:
PABLO
Seit dem 1. Januar 2016 führe ich ein öffentliches Tagebuch, das in jedem Jahr unter einem neuen Titel erscheint. In diesem Jahr lautet das Motto «Pablo». Tagebucheinträge aus den vorangegangenen Jahren 2021 bis 2025 einschließlich sind hier auf der Seite archiviert; die aus den früheren finden sich bei waahr.de
15.04.
Schönhauser Allee 182e: Hier traf es mich mit voller Wucht. Gestern, gegen 16 Uhr am Nachmittag. Die genaue Uhrzeit habe ich versäumt, mir einzuprägen — war mit der Hausnummer beschäftigt.
Es war ein Duft. Auf Höhe 182e roch es nach Bretagne. Nach einem Ort meiner Kindheit. Einem versunkenen Zentrum der Erinnerungsmagie.
Schnüffelnd hielt ich zunächst einen mir versperrten Hof hinter eisernen Toren für die Quelle für diesen Wohlgeruch — nahmen den andere auch wahr? Doch dort befand sich lediglich der Spielplatz einer Kirchengemeinde.
Besagten Duft sandte ein Balken aus, Bestandteil einer ehemaligen Bank an einem zierlichen Gewächs der Stadtraumbegrünung. Beide mit eher negativer Zukunftsperspektive beschert.
So stammte der mit meiner Kindheit verknüpfte Duft der Bretagne dort eher nicht von den Austerschalen, der Feuchtigkeit im beige-grau vibrierenden Sand oder dem Schwärzeln der Bunker, die darin schief eingesunken zugleich daraus emporwuchsen wie Pilzkappen.
Dieser spezielle Duft, den ich bislang also falsch einsortiert hatte (oder abgeheftet), entströmte demnach den faulenden Hölzern, schwarz glänzenden Balken, wie jenem der gewesenen Bank 182e, die es dort in der Bretagne ja ebenfalls in ähnlicher Form oder Verfassung gegeben hatte. Bloß waren sie mir damals weniger ortstypisch oder überhaupt auffällig erschienen.
Holz gab es ja schließlich überall.
BÜCHER
Seit 1998 bin ich freier Schriftsteller. Ich beschäftige mich mit autobiografischem Schreiben. Meine erste literarische Veröffentlichung war die Erzählung «Contrazoom», erschienen im Sammelband Mesopotamia, den Christian Kracht herausgegeben hat. Ende Februar erscheint Wachs und Gold bei Matthes & Seitz.
JOURNALISMUS
Neben einer veritablen Flut an Texten für Zeitungen und Zeitschriften, die in den vergangenen Jahren natürlich stark eingedämmt wurde, habe ich ab und an auch in Redaktionen sogenannte Positionen bekleidet. So war ich als Chefredakteur der Zeitschrift Quest bestellt, habe das Stil-Ressort bei der Welt am Sonntag geleitet, war als Korrespondent für Monocle in Äthiopien stationiert, war «Editor at Large» bei der franco-russischen Frauenzeitschrift L’Officiel und «Executive Editor» bei der russisch-deutschen Ausgabe von Andy Warhols Interview. Temps passé… und Zeit essen Texte auf. Eine Auswahl geglückter Texte finden Sie auf waahr.de. Interviews in englischer Sprache bei 032.com.
LITERARISCHER JOURNALISMUS
2013 habe ich mit Anne Waak und Ingo Niermann waahr.de gegründet. Ein Archiv für literarischen Journalismus. Schöne und erhaltenswerte Texte aus der jüngsten Vergangenheit, aus dem zwanzigsten Jahrhundert und sogar aus noch früheren Jahren vor der Erfindung der Paywall werden dort in Ehren gehalten und den am Lesen interessierten zugänglich gemacht. Für immer! Vermutlich
ÜBERSETZUNG

BERATUNG
Durch meine jahrzehntelange Erfahrung im Ausbrüten längerer Gedankenspiele bin ich zum fruchtbaren Quell für Ideen aller Art gereift. Ratsuchende oder schlicht überforderte Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch Privatpersonen mit Sendungsbewusstsein lassen sich von mir mit angenehmen Formen für ihre Inhalte versorgen. Ich habe gute Erfahrungen mit sogenanntem Ghostwriting gemacht — sowohl in Buchform, aber auch für Reden oder Beiträgen in Zeitschriften —, kann mir aber auch Ihren Ton anverwandeln, um beispielsweise Ihre Newsletter zu verfassen. Referenzen auf Anfrage.
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