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6.2.

6.2.

Neulich Abend haben wir uns Endless Summer angeschaut. Wie schön das Leben sich da zeigen ließ, ungebrochen irgendwie. Unzynisch auch. Nicht unschuldig, aber harmlos.

Und die ewigwährende Schönheit des Wassers. Sie ist uns geblieben. Teils wie Jade oder ein anderer milchig leuchtender Stein, aus dem die hohen Wellentäler gehobelt werden von dem winzigen Menschen auf seinem Span von einem Brett. Den Schaum der Gischt mag ich, obzwar den Schäumen zugeneigt, gar nicht so sehr, aber an den aufgebäumten und durchschienenen Farben der Tiefe kann ich mich nicht sattsehen.

Im Anschluss schauten wir uns noch eine Aufzeichnung an aus dem vergangenen Winter, wo sich Hochleistungssurfer in Portugal getroffen haben, um extreme Wellen zu meistern, die teils dreißig Meter hoch angerollt wurden: Da konnte man den Menschen dann kaum noch erkennen auf seiner Schußfahrt quer über die glasgrüne Wand. Das eiskalte Wasser wie kochend im Loch der steilen Bucht.

Der Main dagegen heute friedlich, obwohl auch hier das Nass an mancher Stelle schon am Ufer leckt. Braun und breit wie der Mekong, die Strömung ist heftig. Möwen trieben an uns vorüber, es wirkte irgendwie hilflos, Heck voraus.

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