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24.8.

24.8.

Der Verleger schickt eine Mail, in der er frohlockt, dass Dietmar Darth mit seinem nächsten Roman schon jetzt, vor Erscheinen, für den Buchpreis nominiert worden ist.

Preise sind mir egal. Ich habe noch nie einen bekommen.

Kurioserweise. Aber was mich beinahe schwindelig macht ist: Der neue Dath hat über 600 Seiten. Seine im vergangenen Jahr erschienene Geschichte des Science-Fiction-Films hatte über 1200. Mache ich etwas falsch?

Dath ist festangestellt als Redakteur im Feuilleton. Ich nehme seine Belastung ähnlich der meinen hier an. Ich kriege nach Dienstschluss so gut wie kaum noch etwas hin.

Allein kann ich Bücher fressen ohne Ende. Es ist die ständige Beanspruchung, das Ansprechbarsein in einem redaktionellen Zusammenhang, das mich erschöpft.

Meine Mutter sagt, dass ich als Schulkind immer noch stundenlang Mittagsschlaf machen musste — so sehr hat mich das Zusammensein mit anderen damals schon erschöpfen können.

Es gibt mir einerseits den Wunsch, mich zurückzuziehen und dazu ein Bedürfnis zu kommunizieren.

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