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13.3.

13.3.

Gestern abend Facing the Other Way abgeschlossen. Am Ende war das eine Erleichterung. So sehr ich mich für die Geschichte von 4AD interessiert habe: Die Lektüre war dann schwere Arbeit.

Schon länger habe ich mich nicht mehr durch ein Buch kämpfen müssen. Dieses bestand aus einer irritierenden Mischung von unangebrachter Ausführlichkeit und nichtssagenden Zitaten. Meine Vermutung ist, dass Ivo Watts-Russel sich vom Autor ein Produzentenrecht vorbehalten hatte, das es ihm letztendlich erst ermöglicht hat, auf jeden einzelnen Absatz inhaltlichen Einfluss auszuüben. Überhaupt schade, wie diese Figur mir jetzt so fürchterlich unsympathisch erscheinen will, obwohl ich doch kaum mehr über sie erfahren habe als ich zuvor schon zu wissen geglaubt hatte.

Aber — Immer positiv, sei meine Devise — der allerletzte Absatz, der Schluss, der nur aus zwei Sätzen besteht, konnte alles herausreissen. Da fährt er eine seiner Musikerinnen zu ihrem Konzert, das in der Wüste von New Mexico stattfinden soll und kurz vor der Ankunft sagt er zu ihr: «Wir sollten einfach weiterfahren. Das wollten wir doch eigentlich. Und stattdessen gab es halt zu viel Gerede, zuviel Gepluster, zuviel Danebenes auch. Dabei wollten wir doch bloß wie diese Musik sein

Einzig dieser eine Absatz, und die Titel, der Umschlag natürlich, das wäre die bessere Geschichte des Labels geworden.

Und auch mehr im Sinne von 4AD

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