Zum Inhalt springen

1.3.

1.3.

Sonntäglicher Ausflug in einen Wald hinter Oberursel — obwohl ich die Wälder in dieser Zeit zwischen Frühlingsbeginn und dem Tauwetter im Grunde nicht anschauen mag. Mir sieht es dann vielerorts einfach bloß unaufgeräumt aus mit all dem kahlen Holz, den Ästen und Stangen, das dort auf dem feuchten Waldboden übereinander herumliegt… wie?

Nein. Nicht: wie. Einfach nur so.

Wobei sich dann die über den Waldweg einherschießenden Radfahrer als noch viel störender für meinen Waldgenuss herausgestellt haben. Ob einzeln, wie rauchend scharf geschossen, oder in Garben von drei oder fünf Radlern, teils en bloc, als Riegel, oder in Keilformation: Wenn einen etwas stört, wo auch immer man es findet, so empfindet man Hass, schreibt Ortega y Gasset und vermutlich hat er damit recht.

Dazwischen gab es freilich auch lichte Momente. Eine Schonung habe ich gesehen, von lauter rötlich braunem Geäst bestanden, auf deren Rinde sich die Sonnenstrahlen spiegelten wie in einem weit gespannten Spinngewebe. Dann einen Afrikaner, der das glitzernde Emblem einer Sportwagenfirma, aus Pailetten zusammengefügt, auf seiner Hemdbrust spazieren führte. Und das Waldbad von Kronberg: Bald wieder hin.

Abends brachte Friederike dann noch ein Brandopfer dar (Schokoladenkuchen). Da saßen wir dann an den Wassern zu Babel: die schönen Zutaten…

Weiterlesen