30.09.
Als wir aus dem Rheinland heimkehrten, war die Linde vor dem Balkon quittenfarben anzusehen.
In Düsseldorf hatte mich Thomas mit einem Acetat überrascht, einer veritablen Dubplate des Killertracks der Nachdenklichen Wehrpflichtigen im Edit von Hans Nieswandt. Im Metall bleiben unsere Stimmen auf ewig jung, konserviert.
Vor dem Landtagsgebäude plätscherte ein Brunnen, geformt wie Treppen aus Stahl und Glas. Eine Skulptur von Heinz Mack aus dem Jahr 1991. Wie überhaupt der gesamte sogenannte Medienhafen aus einer Zeit zu stammen schien, die nun, dieses Mal aber wirklich, versprochen, vorüber schien.
Es war unbotmäßig warm. Eigentlich also erfreulich. In anderen Jahren, beispielsweise 1991, hätte man sich jetzt schon durch Regen ans Ziel kämpfen müssen.
Nach der Lesung im „Bösen Chinesen“ mit Friederike, Klara, Hartmut und Roland. Ein Abend so gesellig wie lang schon nicht mehr. Dass die Backstreet Boys in town waren, und das auch für sechs oder sieben tage in Folge, verlieh dem Ganzen erst seine final postmoderne Würze.