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25.09.

25.09.

Nachdem mein Bruder sich neulich bei F über den Zustand meiner Zahnbürste beschwert hatte — Beteuerung meinerseits, es handelte sich um ein Modell mit seidenweichen Borsten, dass mir von meiner Zahnärztin ans Herz gelegt worden war, ließ er verhallen —, griff ich im Supermarkt gestern bei einer anscheinend baugleichen Ausführung der sogenannten Eigenmarke zu, die mit Borsten von der Sorte Mittelhart ausgezeichnet war.

Schon am selben Abend reute mich der Kauf. Zwar zeigten sich die Borsten (spricht man da, in Zahnbürstenbinderkreisen womöglich, von der Beborstung?) wie versprochen widerständig im Vergleich zu meinem Erfolgsmodell, doch lag die Bürste auf eine spürbare Weise anders in der Hand. Gerade so, als ob man, der Hersteller der Eigenmarke also, mir intuitiv dadurch zu verstehen geben wollte, mich daran zu erinnern bei jedem Mal, dass ich nun nicht mehr mit dem Marktführer meine Zähne putzte, sondern mit dem Kopisten.

Auch die nähere Betrachtung der Machart meiner Bürste verbietet sich aus diesem Grund. Alles daran weist mich mit Bühnenflüstern darauf hin, das nichts daran dem Original gleich kommt; allenfalls soll.

Ein einziger Vorwurf in griffiger Gestalt, um hier einmal ausnahmsweise Wolfgang Herrndorf zu paraphrasieren.

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