15.09.
Abends ließ ich vom Wald mich in sich locken. Herbstlicht schnitt die Silhouette jedes Blattes an jedem Baum scharfkantig aus. Auf der aus Hitzetagen braun gerösteten Laubschicht glitten helle Flecken umher. Er ließ es leuchten.
Kaum betrat ich den Weg ins Kühle, stiegen aus den Büschen am Wegesrand herbstliche Düfte auf. Vor seidenem Himmel: die Radarstation.
Intensiv ist der Wunsch, hier in einen der Kleingärten einzukehren, sich am taufeuchten Tisch von den Äpfeln zu nehmen. Nach der Umrundung des Ganzen wird von der Zufahrtsstraße, mit der diese Kolonie erschlossen wird, wie es heiẞt, die Krankheit gezeigt, von der ihre Bewohner befallen sind. Schilderitis. An jedem Tor zur sogenannten Parzelle sind laminierte Befehle, Zurechtweisungen, Appelle befestigt. Die Tore selbst freilich vergittert.
Abermals beantwortet sich die Frage von selbst.
Die vom Weg aufgelesenen Zwetschgen munden aromatisch. Eine letzte, die ich mir in meiner Brusttasche für ein Frühstück aufgehoben hatte, wird mir im weiteren Verlauf des Abends im Gedränge um Wolfgang Kubicki zerquetscht.