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26.04.

26.04.

Besagte Kombination aus aufwühlender Erzählung und einem ihre Atmosphäre zerstörenden profanen Lärm erinnerte mich, als wir vor dem Piazza Brá saßen, an eine der letzten Begegnungen mit meinem Vater. Im sogenannten Strahlenbunker einer Klinik im Stuttgart. Wir wussten da wohl beide schon, dass wir uns nicht mehr oft würden wiedersehen. Und während ich versuchte, mich auf seine wenigen Worte zu konzentrieren, brodelte und knallte es hinter einer Stellwand aus dem Schlauch eines Zimmergenossens, dem dieser Schlauch, der zu einer Art Absauganlage führte, die Luftröhre ersetzen musste.

Es kann sein, dass es diese Erinnerung war, die bei mir nun den Wunsch, das letzte Buch jenes Kritikers zu lesen, spürbar existenziell hatte werden lassen. Noch von dem Tisch aus bestellte ich es bei dem Verleger direkt. Gar nicht, um eine Spezialbehandlung mir zu erschleichen, sondern weil es auf anderem Wege nicht aufzutreiben war.

Als ich gestern darin las, stieß ich auf der einhunderteinundzwanzigsten Seite auf die Worte Piazza Brá.

Kommunizierendes Röhren

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