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23.02.

23.02.

Bevor ich dem Mann begegnete, der seinen Harn nonchalant gegen den Stamm eines Baumes, wie es heißt: abschlagen würde, machte ich im Vorübergehen die Beobachtung einer Frau, die in dem Schaukasten, der in einem niedrigen Anbau des Einkaufszentrums die Kaufangebote für Immobilien zeigt, die veralteten Preistafeln auswechselte.

Eine Sparkassenangestellte: es durchfuhr mich. Dieses Wort scheint, im
Gegensatz zu Schuster oder auch Schriftsteller, ja sogar Polizist einen herausgehobenen emotionalen Valeur für mich zu besitzen. Ob der im Weltspartag zu Kinderzeiten begründet liegt, an Aktenzeichen XY, dem mythisch gewordenen „Banküberfall“ — wer weiß?

Seit dem ich das vorzügliche Büchlein von Martin Warnke gelesen habe, steht mir die megadimensionale Bedeutungsgalaxis vor Augen, mit der jedes Large Language Model „hantiert“. Noch schwerer vorstellbar für
mich bleibt freilich, dass es ein gleichwie lernwilliges Programm fertig bringen könnte, meine seelischen Bindungen an die einzelnen Worte zu dechiffrieren alleine durch „lesen“.

Am Samstag, auf Janas Geburtstag, geriet ich dann auch bald schon in die Fänge eines „KI-Unternehmers“, sie sind jetzt ja überall. Seine Versuche, mich von den segensartigen Vorzügen seines Produktes zu überzeugen scheiterte dann gleich an den Basics.

Doch Peter hatte die Räume mit einer Girlande aus bunten Wimpeln dekoriert, die einst das Schiff seiner Familie zu Geburts- und Hochzeitstagen geschmückt hatte. So groß war dies Schiff offenbar, so hoch ragte sein Mast, dass die Wimpel sich durch mehrere Räume spannen ließen. Und auf einer alten Fotografie waren die Eltern selbst noch zu sehen im gemeinsamen Betrachten eines Details auf den Seiten eines Buches, das aufgeschlagen vor ihnen lag. In der Unschärfe des Hintergrundes das Regal mit der Bibliothek von Mannesse — „wie im tiefsten Frieden“.

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