03.02.
Dass Programme ohne mein Zutun sich „von sich aus“ auf den aktuellen Stand ihrer Entwicklung bringen, beziehungsweise das jemand für mich in Fernwartung vornimmt, empfinde ich als eine Gute Sache. Auch dass es über Nacht geschieht, da scheint die Zauberhand am Werk.
Aber als ich heute morgen mein Text-Programm öffnete, verbarg sich hinter dem nur unauffällig veränderten App-Symbol, das nun einen „Pencil“ zeigt, anstelle eines Füllers, eine komplett veränderte Welt. Pages heisst zwar noch immer Pages, erscheint nach dem Öffnen aber als „Creator Studio“. Vor lauter bunter Formatvorlagen, Einladungen und Winke, die „intelligenten Lösungen“ auf mich wirken zu lassen, fand ich beinahe die einzige Schaltfläche nicht mehr, die ich seit jeher benötigte: Jetzt schreiben.
Stets dem Fortschritt zugewandt, fragte ich mich, laut, was das denn sollte. Mit Ausrufezeichen.
Naturgemäss rhetorisch. Die Antwort steht dementsprechenderweise „aus“.