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07.01.

07.01.

Anderntags verriet mir Eric Ripert seinen Trick, wie er das kulinarische Gedächtnis kalibriert.

Er lässt sich ein paar Würfel eines Greyezers aus einer bestimmten Käserei bringen, deren Produkte er seit seiner Lehrzeit kennt und deren Qualität er stets stabil geblieben meint.

Der vertraute Geschmack des Käses in der vertrauten Umgebung seiner Küche wahrgenommen, stellt seine Geschmacksrezeptoren ein wie der Weißabgleich das Spektrum einer Kamera.

Nachdem er einen der Würfel paar Augenblicke lang zerkaut hat, sagt er „I’m ready“. Dann kann das Verkosten losgehen, er weiß jetzt wieder, auf was er sich bezieht.

Ich habe heute etwas ähnliches gemacht, um mich für das Lektorat zu kalibrieren. Bloß halt nicht mit Käse.

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