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04.08.

04.08.

Vor geraumer Zeit hatte ich eine Idee. Als ich ihr nachging, stellte sich heraus, dass es keine Idee war, die sich in einen Text verwandeln ließ. Es war eine Idee für Theater.

Ähnlich bestimmt äußerte sich anderntags der Wunsch nach einem Stipendium. Hatte ich auch noch nie. Aber dann las ich in der Zeitung von einer sensationellen Ausstellung in Besançon of all places. Mir war sofort klar, dass ich diese Ausstellung zum Briefverkehr von Gustave Courbet mit seiner Muse unbedingt sehen musste. Vor allem die Schablone. Allerdings zeigen sich die Wege dorthin als beschwerlich. Eventuell für mich sogar als zu beschwerlich. Und da geschah es, dass ich mir ein Stipendium wünschte, rein zu Studienzwecken, das mit meinen Besuch der Ausstellung zu Besançon auf eine komfortable Weise finanzieren möge.

Ich dachte an Mathias Döpfner. Er, gewisslich auch ein Fan Courbets, stüge nach Lektüre des Artikels einfach in sein Flugzeug um und ließe sich dorthin bringen. Oder mit dem Helikopter von Baden-Baden nach Besançon.

Sonst habe ich diese Wünsche nie. Aber in dem Fall wollte ich einmal so in Freiheit leben. Wie ein Falke in meiner Gestalt.

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