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30.03.

30.03.

Es war die Zeit der Narzissenblüte. Ich wusste nicht, dass die Narzisse wild wächst auf Sylt.

Die Natur ist das beste hier. Die Landschaft, gerade jetzt, wo die Bäume noch kahl sind, die Heide wie verrostet zwischen den Dünen durchhängt und der Strandhafer knochenbleich ins Blaue sticht.

Kurz vor Sonnenuntergang, auf dem Deich um die Rantumer Bucht: Der Wind bläst derart heftig von der Seite, dass ich fürchtete, er drängt mich vom Wege ab und den Abhang hinunter ins graue Wasser, in dem die Schwäne saßen. Versammelt um eine schmutzige Insel, was ich als ihrer unwürdig empfand.

Das Wetter wechselt mehrmals in der Stunde, bei Sonnenschein hatte ich beinahe, um Haaresbreite, eine Kröte überfahren.

Goldfasane, aufgeschreckt, setzten an zum Flug über die Straße. Kein Mensch am Strand: weit und breit. Das Meer, tosend. Brüllend. Wie von Sinnen. Ein Tier, das sich selbst auf Abstand hält. In seiner chaotischen Form.

Bei der Heimkehr ins Huus natürlich die Entdeckung, dass der Hund namens Ocean die Chips gefressen hatte.

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