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31.08.

31.08.

Danach dann freilich Instagram. Für ihr Posting hatte sich die Mutter wiederum von einem aus der Autorschaft von Kim Kardashian inspirieren lassen. Wie ich von meinem Platz aus beobachten konnte, hielt sie das Ursprungsposting in der Webansicht im Hintergrund geöffnet und übersetzte die Worte Kardashians für das Eintippen in das Fenster ihres eigenen Accounts ins Deutsche. Eigentlich eine monastische Praxis.

Auch den Text des Postings konnte ich problemlos entziffern. Es ging um Mutterschaft und Liebe, die aus Verbundenheit entsteht. Die Buchstaben, aus denen die deutsche Version von Kardashians Text zusammengesetzt war, erschienen jetzt quer über ein Selfie der Mutter platziert. Bislang hatte ich sie ja lediglich von schräg hinten gesehen. Nun zeigte mir der Bildschirm ihr Gesicht.

Und bald nicht nur mir. Aber den anderen außer mir würden halt andere Informationen vorenthalten, die nur mir zuteil geworden waren. Aber wie sagte doch Professor Bartels in Hamburg dereinst so gern: Die Frau tritt in Fragmenten auf.

Es sind solche Kleinigkeiten, die mir die Menschen wieder näher bringen können. Näher zumindest, als wenn ich von ihnen bloß noch erfahre, wen sie wählen und warum.

Postings allein reichen mir aber auch nicht.

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