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10.07.

10.07.

Im Freibad, das hier Sommerbad heißt, gibt es jetzt ein Smartphoneverbot auf den unteren Stufen der Tribüne am Becken. Es wird mündlich ausgesprochen. Das Verbotsschild mit seinen Piktogrammen für Wasserpfeife und Springmesser stammt noch aus der vorigen Saison. Das neueste Verbot begründet der Bademeister mir gegenüber mit der ins Smartphone integrierten Kamerafunktion.

Ich greife zum Buch. Im Freibad mittlerweile ein seltenes Mitbringsel. Vom Anblick ungefähr so selten, denke ich, wie vor zwanzig Jahren ungefähr das iPhone. Zum Marktstart war ich gerade Chefredakteur, gemeinsam mit einer Britin, die die englischsprachige Ausgabe verantwortete und die schlug mir eine Seite zim iPhone vor „Might be huge, don’t you think?“

Ich war da ganz anderer Ansicht. Nun ja, ein weiterer Beweis dafür, dass man die Zukunft nicht kennen kann.

Mit seinem Misstrauen gegenüber der neuesten Generation solcher Geräte hat der Badbetreiber übrigens nicht unrecht. Meines beispielsweise hat eine teleobjektivische Funktion, die im Verbund mit einer stabilissierenden Komponente der Software auch aus ein paar Metern Entfernung noch sehr scharfe Einblicke in ein fernes Geschehen festhalten kann. Womöglich durchbohre ich ein mir wenig bedeutendes Buch.

Gesendet zumindest aus der Deckung eines mir nicht nur für solche Scherzle zu bedeutenden.

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