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08.10.

08.10.

Es hat angefangen zu regnen. Wie es ausschaut, für eine größere Anzahl von Tagen. Mit den ersten Tropfen, die ich auf dem Trottoir fand, war die Erinnerung an den Sommer schon beinahe ausgelöscht. Mit der Übermacht jener Zeit, die nun vor mir liegt.

Gestern im Verlauf eines langen Nachmittages und im Umkreis von nur vier U-Bahn-Stationen mit allem konfrontiert worden, was diese Stadt an kontrastierenden Milieus zu bieten hat — ob freiwillig, gar gerne, sei, zumindest rhetorisch: dahingestellt, wie es heißt.

Von der Bar in einer Galerie mit japanischer Keramik hatte ich einen guten Blick auf die Monkey-Dust-Scene der Kurfürstenstrasse. Paar Meter die Straße hinauf wurde die Folge einer Soap Opera gedreht mit dem üblichen Aufwand. Direkt vor mir vegetierten die aus Rumänien importierten Opfer auf alten Matratzen direkt vor dem Neubau, der von Niklas Maak einst als Trompete des Wandels und heilsamem Arthurshieb der Gentrifizierung gegen das seit den Tagen von Christiane F. tradierte Elend auf dieser Straße gefeiert wurde.

Long sentence cut short to the story: Es ist nichts draus geworden. Nur noch schlimmer. Und anscheinend kann man ja, ich kenne es bestens aus Frankfurt, nichts dagegen tun.

Darauf dann Mitte, ehemalige Mohrenstraße — I’m a slow learner, sorry for that — in Jens Spahn’s Lieblingschinesen, der sich ggü Frau Merkels Lieblingsdöner befindet. Schmeckte übrigens nicht so gut wie in Frau Merkels Lieblingschinesen, in dem ich neulich auch war, und war auch teurer.

Alles in allem also ein recht stimmiges Abbild für die gegenwärtige CDU.

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