04.05.
Zum ersten Mal eingetaucht unter dem Himmel. Das Fluten umfing mich. Als wäre ich nie weggewesen. Genau so, übrigens, ließen sie mich darin verschwinden: Als hätte es mich niemals gegeben.
Baselitz tot. Am Samstag stand Daniel vor der Tür zur Galerie und erkannte mich nicht oder nicht mehr auf Anhieb.
Das Alter stellte ich mir wie das Fluten vor und allmählich wird es auch konkret(er). Man taucht ab. Wenn ich mit meiner Mutter rede, muss ich ihr hinterher, Drexciya-mässig, in ihre Welt. Kosmos ihres Denkens.
Mir gefällt es dort wenig bis gar nicht. Aber handeln davon nicht auch die Geschichten von Meerjungfrau über Froschkönig bis Wassermann? Dass die unterseeïschen Reiche nicht bloss schrecklich kalt und nass, sondern auch auch auf ganz eigene Weise noch abschreckend sein werden?
In Neptune’s Lair
Am Vorabend zum Tag der Arbeit im sog. Buchhändlerkeller bei Christoph Peters mit seinem Auftauchen aus dem Schlund. Aber, wie er zu Beginn seiner Lesung dem wenig aufmerksamen Moderator gegenüber zu verstehen gab: womöglich bloß temporär.