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03.03.

03.03.

Am Abend hatte ich ein Buch von Sandro Penna geöffnet, „Fieber“, aus dem Nachlass von Peter Gente, das ich aus Chiang Mai mitgebracht hatte, und nachdem ich darin schon eine Weile gelesen hatte, stieß ich nach dem abermaligen Umblättern auf einen kleinen Stapel Geld.

Euros, es war dies kein Vermächtnis von Gente; ich selbst war es wohl gewesen, der die in Thailands Norden ungebräuchlichen Scheine dort zwischen den Seiten deponiert hatte.

Friederike, die just an diesem Abend Die Fälschung angebrochen hatte, fand darin nach wenigen Seiten zwei sorgfältig abgelöste Etiketten von äthiopischen Bierflaschen (Bedele und Giorgis Amber).

Papier trocknet zwischen Papier aufbewahrt nicht nur ausgezeichnet, es lässt sich so auch ideal aufbewahren. Oft bin ich überrascht, wie unbeschadet eine Verlagswerbekarte in den Seiten eines antiquarisch erworbenen Titels die zurückliegenden Jahrzehnte überstanden hat.

Im Grunde ja kein Wunder: Die Seiten selbst konnten das ja auch.

Als wir neulich mit Herrn Von Bülow aus der Marbacher Handschriftenabteilung aus Schwante nach Berlin heimfuhren, alle noch erfüllt von den schönen Gesprächen dort in Lorettas Refugium, wurde dies später zum Konsens zwischen F und mir: So etwas kann man nur mit Menschen erleben, die Bücher lieben.

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