Zum Inhalt springen

01.07.

01.07.

Im Deutschlandfunk — was für ein Name, up there mit Kraftwerk und Doppelgänger — wurde gestern die hochinteressante Frage angesprochen, ob es sich bei „dem hier“, wie es bei Rainald Goetz hieß, um einen Blog handelt oder um ein Tagebuch. Ich könnte jetzt hier das Gespräch verlinken, in dem es natürlich vor allem um anderes ging, aber ich mag hier keine Links — obwohl in den vergangenen zehn Jahren schon auch drei bis zwei Mal welche vorgekommen sind. Denn für mich ist es ein Tagebuch. Mit der Betonung auf Buch. Und ich finde abgedruckte Links, sad vielleicht, dafür true: abstoßend. Ich höre sofort zu lesen auf.

Fußnoten sind etwas anderes, aber wer schreibt seine eigenen Tagebucheintrage mit Fußnoten? Gut, ich meine, mir fielen da schon zwei, drei Leute ein. Auch Bilder, Abbildungen haben im Tagebuch nichts zu suchen. Bei Zeichnungen von Schriftstellern denke ich leider unweigerlich an Günter Grass. Ohne H übrigens, wie ich gerade sehe.

Online schreiben also klares Ja. Wie online schreiben weiterhin lieber nicht.

Weiterlesen