Zum Inhalt springen

18.03.

18.03.

Der Antiquar braucht seine beiden Hände, um die Situation beschreiben zu können. In Worten alleine ist sie nicht mehr zu fassen. Ob längst oder seit wann, oder wie — alles mit der Körpertechnik seines ehrlichen Empfindens gemessen, darum geht es heute im Rathauscenter, wo er seinen Stand unter der Schräge des Rolltreppenhauses aufschlagen darf.

Mir hingegen geht es hervorragend. Und abermals wird dieses Jahr zu meinem werden. Ob gemacht oder vorherbestimmt, davon handeln andere. Ich lieber nicht. Nur so viel sei an dieser Stelle verraten: gut möglich, dass mein Wohlergehen mit dem Besuch des spirituellen Freizeitparks in den Bergen des Grenzgebietes zu Myanmar zu tun hat. Wo ich zur gigantischen Katzenstatue betete.

Zwei Frauen wiederum, die ich in ihrer Mittagspause belauschen konnte, wo wir drei unter anderen im Sonnenschein saßen und er wärmte sogar, sahen dort, im Sonnenschein nicht mehr allzu viel Zeit übrig bis zum Ende der Welt. Wobei man die Mittagspause in ihrem Fall vor allem als eine Pause von der Einsamkeit begreifen muss, in der ein Barackler sich halt in Ermangelung anderer Kulturtechniken vom alternativlos einzuschaltenden Youtubus voll labern lässt. Ob unter oder über Alkoholeinfluss bleibt dabei jeder selbst überlassen.

Es öffnen sich jetzt sämtliche Knospen, denn die Nadel in meinem Barometer hängt fest am Anschlag der Kategorie Hoch.

Letztendlich bedeutet zu Schreiben aber vor allem: den Lockungen des Draußen zu widerstehen.

Weiterlesen