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24.2.

24.2.

Die Weltarmut, die Heidegger den Tieren insgesamt oder exemplarisch attestiert — der Mensch an sich hingegen: «weltbildend» — hat mich schon immer geärgert. Mittlerweile finde ich diesen Gedanken bloß noch sogenannt. Ein Effekt.

Von welcher Welt soll dann bitte die Rede gewesen sein? Ist das, was die Katze sieht, wenn sie mich anschaut; wenn sie mich, beispielsweise, beobachtet, während ich telefoniere — ein Vorgang, so typisch und ganz aus meiner Welt, dass auch Heidegger ihn nicht verstanden hätte mit all seinen Implikationen —, tatsächlich eine andere Welt als die Welt des Mangels (an Welt), in der die Katze existiert?

Und wie kann es dann angehen (Kempowski), dass ich, obzwar ich an jedem Morgen das Feuilleton lese, nichts davon mitbekommen habe, dass Rainald Goetz ein paar Straßen weiter seinen ersten Text seit Jahren, einen Orginalbeitrag für die Zeitschrift für Ideengeschichte, vorgestellt hat?

Denn siehe, auch meine Welt, die von mir gebildete, ist beständig von Verarmung bedroht.

Mir droht, konkret, die «Weltlosigkeit» eines Steins.

Mio!

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