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22.2.

22.2.

Erwacht war ich auf Sylt. Die Wohnung hatte einen kleinen Balkon. Und aus dem Blau ringsum sangen die Amseln.

Den Sonnenaufgang sah ich am Meer. Ich war dort alleine am Strand. Weit und breit.

Einmal verdichtete der Nebel sich zu einem dunklen Punkt, der stetig größer wurde und dann verschwand die Läuferin auch wieder zu meiner Linken im weißen Dunst. Aufgelöst.

Gestern abend Biikebrennen in Hörnum. Kurz nach sechs ziehen die Leute mit Fackeln in die Dünen zu einem Haufen, geschichtet aus Christbäumen. Etwa vier, fünf Meter hoch. Der brannte rasend schnell. Überall Feuerwehr. Man sang die friesische Hymne und hielt Sonntagsreden.

Danach mit Sebastian ins «Muschelbistro» zum Grünkohlessen. Grünkohl mit Muscheln. Austern vorweg.

Am Tisch saß außer uns noch ein seltsames Paar. Er ziemlich rundlich, mit weinroter Winzersmütz‘ (Sachsen). Ich glaube, die fühlten sich unwohl, weil sie uns für ein schwules Influencerpärchen halten mussten. Er, der Sachse, hat sich dann auch ernsthaft bei der Kellnerin über die Kartoffeln beklagt. Weil sie ihm zu süß waren. Dabei isst man die so, im Norden. Sagt Sebastian.

Von Morgen an gerechnet, bleiben mir nur noch vier Tage mit den Katzen. Die gute Nachricht: Im April kommt ein neuer Schub Emojis, inklusive einer Amsel!

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