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14.3.

14.3.

Am Morgen ein stählerner Riegel quer über dem Maul des Briefkastens. Zwei Vorhängeschlösser davor und ein Kleber aus dem vorigen Jahrhundert: Vorübergehend Gesperrt. Ohne Ausrufezeichen

How Soon Is Now

Die Geschichte des ausgegrabenen Keltenfürsten ist selbst schon wieder zum Teil zugeschüttet worden mit vergangener Gegenwart. So finde ich nirgendwo einen Hinweis oder auch nur den Namen jener Frau, die einst in den siebziger Jahren auf ein erstes Artefakt in dem Acker stieß, der sich dann als jene Fundstelle des Hügelgrabes von einst erst entpuppte.

Die Erdtreterin (Schmitt) war «Hobbyarchäologin», wie meine Eltern noch wissen. Eine Bäuerin/Bauersfrau vom Professionellen her, wie die offizielle Schreibweise festhalten will.

Im Eintrag zu Hochdorf in der Wikipedia finden sich drei Söhne der Gemeinde. Die Tochter aber bleibt unerwähnt.

Im weiteren Umkreis stoße ich auf einen Disput zweier Professoren in Tübingen, die beide, jeder für sich, Deutungshohheit über Gestalt und Wesen jener Ära des Keltenfürsten für sich beanspruchen, den der eine lediglich den «Toten von Hochdorf» nennt.

Beide sind sie überdies noch am Leben. Mit jeder weiteren Zeile, die ich lese, entfaltet sich hier ein unterhaltsamer Campusroman, den ich freilich nicht schreiben werde.

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