Ich beschäftige mich mit vielerlei Dingen.
Wie Cyprien Gaillard einmal sehr schön festgestellt hat: «Art seemed to me like a shelter for all my activities». Mit dieser Seite gewähre ich Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, einen ausführlichen Überblick zu meinen
Neigungen und Tätigkeiten.
TAGEBUCH
2026:
PABLO
Seit dem 1. Januar 2016 führe ich ein öffentliches Tagebuch, das in jedem Jahr unter einem neuen Titel erscheint. In diesem Jahr lautet das Motto «Pablo». Tagebucheinträge aus den vorangegangenen Jahren 2021 bis 2025 einschließlich sind hier auf der Seite archiviert; die aus den früheren finden sich bei waahr.de
01.02.
„Der Umstieg von Indien und Japan auf das Grau-in‑Grau mit den stummen Gesichtern in Deutschland war schwer. Danach hatte sie eine Woche lang nur Zahlen gesehen“ schreibt Heidi Paris 1994. In welchem Monat, an welchem Tag des Jahres hat sich nicht erhalten. 1994 hatte sie ihr Tagebuch als Chronik eines Jahres niedergelegt.
Bestimmt war es das Eis auf allen Wegen, das mich an die Reise nach Russland und den viel zu langen Aufenthalt dort erinnert hat. Viel, viel, viel zu lang. Und in dessen Umkreis auch an das Jahr 2001 im Ganzen. Da trat einiges zu Tage, was dem Permafrost übergeben ward. Die bizarre Persönlichkeit Frank Schirrmachers vor allem. Der im Herbst diesen Jahres, der vom Kollabieren des World Trade Centers eingeleitet worden war, eine wesentliche Rolle von unheimlicher Bedeutung innehielt.
Das Abschmelzen meiner Erinnerungspolkappe wurde noch aus seiner Zeitung heraus befeuert durch einen Text von Bodo Mrozek, Historiker am Kolleg Kalter Krieg, der über eine „Operation Eiswurm“ schreibt, die in den Fifties von den Amerikanischen Streitkräften geplant, dann später aber abgebrochen wurde, weil sich das Eis der arktischen Insel als nicht ausreichend tragfähig erwiesen hatte für eine komplexe Untertunnelung inklusive eines dieses Tunnelsystem mit Elektrizität versorgenden Atomreaktors, den es dort, im Permafrost Grönlands, wohl bis heute noch gibt.
Dass die zentrale Szene der Wiedergeburt von Tom Cruise in Final Reckoning, den ich, aufgrund der Zeitverschiebung, während des Fluges von Thailand eher geträumt als geschaut hatte, ebenfalls dort angesiedelt war, spielte noch zusätzlich hinein in den Mix.
Und mit einem Mal wollte ich genau wissen, im welchem Hotel Peter Gente eigentlich zu Lebzeiten seiner Lebensgefährtin in Chiang Mai gewohnt hatte. 1998 wird es verzeichnet: im Top North Guesthouse. Und sie selbst wohnte auf Fuerteventura im Stella Canaris. Beide Häuser gibt es heute noch. Die Rezensionen auf den Reiseplattformem lassen vor allem beim Top North auf einen drastischen Verfall schließen.
Warum ist dieses Tagebuch eigentlich nie als Buch erschienen? Ich würde auch gerne erfahren, was bei ihr losgewesen war zwischen 1994 und 1997 wo eine Lücke besteht.
BÜCHER
Seit 1998 bin ich freier Schriftsteller. Ich beschäftige mich mit autobiografischem Schreiben. Meine erste literarische Veröffentlichung war die Erzählung «Contrazoom», erschienen im Sammelband Mesopotamia, den Christian Kracht herausgegeben hat. Ende Februar erscheint Wachs und Gold bei Matthes & Seitz.
JOURNALISMUS
Neben einer veritablen Flut an Texten für Zeitungen und Zeitschriften, die in den vergangenen Jahren natürlich stark eingedämmt wurde, habe ich ab und an auch in Redaktionen sogenannte Positionen bekleidet. So war ich als Chefredakteur der Zeitschrift Quest bestellt, habe das Stil-Ressort bei der Welt am Sonntag geleitet, war als Korrespondent für Monocle in Äthiopien stationiert, war «Editor at Large» bei der franco-russischen Frauenzeitschrift L’Officiel und «Executive Editor» bei der russisch-deutschen Ausgabe von Andy Warhols Interview. Temps passé… und Zeit essen Texte auf. Eine Auswahl geglückter Texte finden Sie auf waahr.de. Interviews in englischer Sprache bei 032.com.
LITERARISCHER JOURNALISMUS
2013 habe ich mit Anne Waak und Ingo Niermann waahr.de gegründet. Ein Archiv für literarischen Journalismus. Schöne und erhaltenswerte Texte aus der jüngsten Vergangenheit, aus dem zwanzigsten Jahrhundert und sogar aus noch früheren Jahren vor der Erfindung der Paywall werden dort in Ehren gehalten und den am Lesen interessierten zugänglich gemacht. Für immer! Vermutlich
ÜBERSETZUNG

BERATUNG
Durch meine jahrzehntelange Erfahrung im Ausbrüten längerer Gedankenspiele bin ich zum fruchtbaren Quell für Ideen aller Art gereift. Ratsuchende oder schlicht überforderte Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch Privatpersonen mit Sendungsbewusstsein lassen sich von mir mit angenehmen Formen für ihre Inhalte versorgen. Ich habe gute Erfahrungen mit sogenanntem Ghostwriting gemacht — sowohl in Buchform, aber auch für Reden oder Beiträgen in Zeitschriften —, kann mir aber auch Ihren Ton anverwandeln, um beispielsweise Ihre Newsletter zu verfassen. Referenzen auf Anfrage.
KONTAKT
email: joachim.bessing@me.com
Design: Middlecott
Programmierung: Husain Salah
Made in Detroit, MI, U.S.A.















