Ich beschäftige mich mit vielerlei Dingen.
Wie Cyprien Gaillard einmal sehr schön festgestellt hat: «Art seemed to me like a shelter for all my activities». Mit dieser Seite gewähre ich Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, einen ausführlichen Überblick zu meinen
Neigungen und Tätigkeiten.
TAGEBUCH
2026:
PABLO
Seit dem 1. Januar 2016 führe ich ein öffentliches Tagebuch, das in jedem Jahr unter einem neuen Titel erscheint. In diesem Jahr lautet das Motto «Pablo». Tagebucheinträge aus den vorangegangenen Jahren 2021 bis 2025 einschließlich sind hier auf der Seite archiviert; die aus den früheren finden sich bei waahr.de
07.09.
Gestern vormittags im Freibad. Wohlig gab ich mich meiner Illusion hin, ich säße am Rand meines Private Pools „Gottfried“. Wer keinen Eintritt zahlen muss, der spürt auch keinen Zwang, sein Geld abzuschwimmen. Außer mir nur eine weibliche Gestalt, wir blieben uns fern wie die Segel. Sie mit goldener Badekappe. Wie mein liebster Kegel bei Fang den Hut.
In der Sonntagszeitung schrieb einer, den ich für einen Romantiker halte, wie es Deutschland in Zukunft gelingen könnte, den Supertankern der sogenannten Schattenflotte ihr Handwerk zu legen. Ich war empört. Aber nur gelinde. Denn die Waffe, um die es gehen sollte, war die Bürokratie. Zumindest da war ich davon ausgegangen, es liefe von selbst?
Peter Rühmkorf, in dessen Tagebücher aus dem Jahr 1989 und 90 ich derzeit wieder lese, verwendet den Begriff der Schattenwirtschaft. Und meint damit das kreditfinanzierte System der DDR, in dem die Literaten ihr Auskommen gefunden hatten und nach dem Ende dann plötzlich nicht mehr, was seiner Ansicht nach dazu geführt hatte, dass diese plötzlich Geldnot leidenden Literaten aus der Zone den Bücherkunden der BRD angepriesen wurden wie Pfirsiche im September.
Ich mag auch noch Schattenkabinett und Schattenreich. Die deutsche Übersetzung von Shadow Ticket gefällt mir freilich überhaupt nicht.
Auf der Medienseite, dem Schattenreich des Feuilletons wurde mir das Hörspiel Reich des Todes empfohlen. Eine Produktion der ARD. Wie schon in ihrer regulären Mediathek für Videoinhalte ist es auch in ihrer Phonothek Sounds nur unter Umständen möglich, dieses Hörspiel dann auch konkret zu finden. Dadurch beinahe unbotmäßig auf die Folter gespannt, kommt auch noch ein Disclaimer, Explicit Lyrics, Rohe Gewalt.
Ein Hörspiel aus dem Reich der ARD mit sämtlichen Teams-Chats, Mails, Telefonaten und Konferenzen, deren konzertierter Stimmenwirrwarr letzten Endes zur Produktion des Reich des Todes geführt haben, wäre es halt (für mich).
BÜCHER
Seit 1998 bin ich freier Schriftsteller. Ich beschäftige mich mit autobiografischem Schreiben. Meine erste literarische Veröffentlichung war die Erzählung «Contrazoom», erschienen im Sammelband Mesopotamia, den Christian Kracht herausgegeben hat. Ende Februar erscheint Wachs und Gold bei Matthes & Seitz.
JOURNALISMUS
Neben einer veritablen Flut an Texten für Zeitungen und Zeitschriften, die in den vergangenen Jahren natürlich stark eingedämmt wurde, habe ich ab und an auch in Redaktionen sogenannte Positionen bekleidet. So war ich als Chefredakteur der Zeitschrift Quest bestellt, habe das Stil-Ressort bei der Welt am Sonntag geleitet, war als Korrespondent für Monocle in Äthiopien stationiert, war «Editor at Large» bei der franco-russischen Frauenzeitschrift L’Officiel und «Executive Editor» bei der russisch-deutschen Ausgabe von Andy Warhols Interview. Temps passé… und Zeit essen Texte auf. Eine Auswahl geglückter Texte finden Sie auf waahr.de. Interviews in englischer Sprache bei 032.com.
LITERARISCHER JOURNALISMUS
2013 habe ich mit Anne Waak und Ingo Niermann waahr.de gegründet. Ein Archiv für literarischen Journalismus. Schöne und erhaltenswerte Texte aus der jüngsten Vergangenheit, aus dem zwanzigsten Jahrhundert und sogar aus noch früheren Jahren vor der Erfindung der Paywall werden dort in Ehren gehalten und den am Lesen interessierten zugänglich gemacht. Für immer! Vermutlich
ÜBERSETZUNG

BERATUNG
Durch meine jahrzehntelange Erfahrung im Ausbrüten längerer Gedankenspiele bin ich zum fruchtbaren Quell für Ideen aller Art gereift. Ratsuchende oder schlicht überforderte Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch Privatpersonen mit Sendungsbewusstsein lassen sich von mir mit angenehmen Formen für ihre Inhalte versorgen. Ich habe gute Erfahrungen mit sogenanntem Ghostwriting gemacht — sowohl in Buchform, aber auch für Reden oder Beiträgen in Zeitschriften —, kann mir aber auch Ihren Ton anverwandeln, um beispielsweise Ihre Newsletter zu verfassen. Referenzen auf Anfrage.
KONTAKT
email: joachim.bessing@me.com
Design: Middlecott
Programmierung: Husain Salah
Made in Detroit, MI, U.S.A.















