Ich beschäftige mich mit vielerlei Dingen.
Wie Cyprien Gaillard einmal sehr schön festgestellt hat: «Art seemed to me like a shelter for all my activities». Mit dieser Seite gewähre ich Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, einen ausführlichen Überblick zu meinen
Neigungen und Tätigkeiten.
TAGEBUCH
2026:
PABLO
Seit dem 1. Januar 2016 führe ich ein öffentliches Tagebuch, das in jedem Jahr unter einem neuen Titel erscheint. In diesem Jahr lautet das Motto «Pablo». Tagebucheinträge aus den vorangegangenen Jahren 2021 bis 2025 einschließlich sind hier auf der Seite archiviert; die aus den früheren finden sich bei waahr.de
18.05.
Ich hatte mir gerade etwas Tempura bringen lassen, da fielen mir im ansonsten beinahe menschenleeren Gastgarten des kleinen Restaurants hier um die Ecke drei Kinder auf. Und zwar unangenehm.
Sie waren von ihrer Körpergröße her, von ihrem sogenannten Reifegrad kaum voneinenander zu unterscheiden. Durch modische Äußerlichkeiten sowie so nicht: blonde Orgelpfeifen; originelle Drillinge?
Was mir unangenehm wurde, war nicht etwa ihr Vorhandensein an sich, ihre reine Gegenwart, sondern dass sie mit Vorliebe über die Tische tobten, ohne zuvor zumindest ihre Sandalen abgestreift zu haben.
Wer die asiatischen Kulturen kennt, wird das als Todsünde bemerken. Fuss auf Tisch ist dort vergleichbar mit Hitlergruss. Wobei ja in den Berliner S-Bahnen zumindest ein Schild in kyrillischer Schrift angebracht wurde, dass es dort nicht gestattet ist, sich auf die Bänke zu erleichtern. Immerhin.
Irgendwann allerdings hatte sich der chinesische Neujahrswurm aus diesen offenbar herrenlosen Kindern meinem Tisch angenähert. Also sprach ich sie an. Und sie behaupteten, sie kämen aus Dänemark.
Man hat das ja selten, dass dänische Touristen nach Berlin kommen — wieso sollten sie auch? Auf jeden Fall unterhielt ich mich dann noch aufs schönste mit den drei Kleinen. Aber auch da, im Gespräch mit Kindern, wurden mir meine Probleme mit der Aussprache vor Augen geführt (sic).
So präsentierte mir einer eine Münze zu zwei Cent, die er in einem der asiatisch beschnitzten Pflanzentröge aufgespürt hatte. Die ihm fremde Münze wurde dann auch noch von mir mißverständlich ausgesprochen benannt, weshalb er schon im Jubelschritt abschieben wollte, da zwei Cent, falsch ausgesprochen im Dänischen zu Zweitausend werden können (ohne Cent dann).
Der Vater, bis dahin hinter Bambusbuschwerk verborgen Bier trinkend, sagte zu alldem kein einziges Wort.
BÜCHER
Seit 1998 bin ich freier Schriftsteller. Ich beschäftige mich mit autobiografischem Schreiben. Meine erste literarische Veröffentlichung war die Erzählung «Contrazoom», erschienen im Sammelband Mesopotamia, den Christian Kracht herausgegeben hat. Ende Februar erscheint Wachs und Gold bei Matthes & Seitz.
JOURNALISMUS
Neben einer veritablen Flut an Texten für Zeitungen und Zeitschriften, die in den vergangenen Jahren natürlich stark eingedämmt wurde, habe ich ab und an auch in Redaktionen sogenannte Positionen bekleidet. So war ich als Chefredakteur der Zeitschrift Quest bestellt, habe das Stil-Ressort bei der Welt am Sonntag geleitet, war als Korrespondent für Monocle in Äthiopien stationiert, war «Editor at Large» bei der franco-russischen Frauenzeitschrift L’Officiel und «Executive Editor» bei der russisch-deutschen Ausgabe von Andy Warhols Interview. Temps passé… und Zeit essen Texte auf. Eine Auswahl geglückter Texte finden Sie auf waahr.de. Interviews in englischer Sprache bei 032.com.
LITERARISCHER JOURNALISMUS
2013 habe ich mit Anne Waak und Ingo Niermann waahr.de gegründet. Ein Archiv für literarischen Journalismus. Schöne und erhaltenswerte Texte aus der jüngsten Vergangenheit, aus dem zwanzigsten Jahrhundert und sogar aus noch früheren Jahren vor der Erfindung der Paywall werden dort in Ehren gehalten und den am Lesen interessierten zugänglich gemacht. Für immer! Vermutlich
ÜBERSETZUNG

BERATUNG
Durch meine jahrzehntelange Erfahrung im Ausbrüten längerer Gedankenspiele bin ich zum fruchtbaren Quell für Ideen aller Art gereift. Ratsuchende oder schlicht überforderte Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch Privatpersonen mit Sendungsbewusstsein lassen sich von mir mit angenehmen Formen für ihre Inhalte versorgen. Ich habe gute Erfahrungen mit sogenanntem Ghostwriting gemacht — sowohl in Buchform, aber auch für Reden oder Beiträgen in Zeitschriften —, kann mir aber auch Ihren Ton anverwandeln, um beispielsweise Ihre Newsletter zu verfassen. Referenzen auf Anfrage.
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